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Deklinationen

 

Was sind Deklinationen?

 

Deklinationen messen die Position eines Planeten oder eines anderen Himmelsobjektes in seiner Position nördlich oder südlich des Erdäquators, welcher dabei verlängert Himmelsäquator genannt wird. Wenn wir ein astrologisches Horoskop zeichnen, kennzeichnen wir die Positionen der Planeten in Himmelslängen, wobei wir die Position im Zeichen angeben. Wir beginnen dabei mit 0 ° Widder in einer raumgeometrischen Bahn, die wir die Ekliptik nennen.

 

Wir projizieren dann diese dreidimensionale Situation des Planeten, gekennzeichnet durch seine Länge in der Ekliptik auf das zweidimensionale Horoskop.

 

Dabei haben wir allerdings keine Information darüber, ob der jeweilige Planet sich nördlich oder südlich des Äquators befindet, da das Horoskop als zweidimensionales Diagramm nicht in der Lage ist, die Deklinationen anzugeben.

 

Dies ist auch der Grund, warum manche Astrologen Deklinationen gar nicht in die Deutung einbeziehen. Dies verkennt, dass Deklinationen genauso bedeutsam sein können, wie die Angabe des Längengrades.

 

Es kann beispielsweise sein, dass der Planet Jupiter eine größere nördliche Deklination hat, als die Planeten Saturn und Mars. Gleichzeitig können aber Saturn und Mars die selbe Deklination haben. Mars kann dabei nördlich sein und Saturn südlich des Äquators. Man nennt sie dann contraparallel.

 

Jupiter und Saturn können einen Aspekt innerhalb des Orbits in der Länge haben, aber keine Beziehung in Hinsicht auf die Deklination.

 

Wenn aber Jupiter die gleiche Deklination haben würde wie Saturn, dann wären sie parallel in der Deklination.

 

Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass die Erdachse zur Ekliptik eine Neigung von 23 ° 27 Minuten hat und die Ekliptik gemessen wird an Hand des scheinbaren Laufs der Sonne um die Erde, dann scheint die Sonne vom Äquator bis nördlich zum Wendekreis des Krebses zu wandern, dessen Lokation ist 23 ° nördl. Breite 27 Minuten. Dann wendet die Sonne, um

südwärts zu wandern, erneut überquert sie den Äquator und geht dann weiter bis sie den Wendekreis des Steinbocks erreicht, auf 27 ° südl. Breite 27 Minuten. Dann wendet sie erneut um wieder nordwärts zu wandern.

 

Wenn sie erneut den Äquator überquert, ist ein ganzes Jahr vergangen.

 

Der Punkt, an welchem die Sonne den Äquator überquert, markiert die Jahreszeiten, welche Frühling und Herbst genannt werden.

 

Die beiden Punkte Krebs und Steinbock sind Wendepunkte, an welchen die Sonne ihre Richtung verändert und werden deshalb Sommer- und Wintersolsticien genannt, weil die Sonne für einen Augenblick zu stehen scheint.

 

 

Interpretationen der Deklinationen im Horoskop:

 

Wenn wir die Deklinationen in das Geburtshoroskop integrieren, gibt es uns eine weitere Dimension der Deutungsmöglichkeiten. Gewissermaßen ein versteckter dritter Referenzpunkt.

 

Planeten mögen keinen Aspekt in Länge haben, können aber parallel in Deklination sein, dann ist dies ein potenzieller Kontakt.

 

Einige Astrologen deuten dies ähnlich einer Konjunktion und die Contraparallelität, wenn die beiden Planeten also einmal nördlich, einmal südlich in gleicher Deklination stehen  ähnlich einer Opposition.

 

Dies ist nicht ganz unproblematisch. Eine parallele Deklination schafft eine bewusste Wahrnehmung innerhalb des Individuums der zwei verschiedenen Archetypen, weshalb der Horoskopeigner bewusst die Handlungsmöglichkeiten und Antriebe, die mit dem jeweiligen Archetyp verbunden sind, bewusst wahrnehmen und definieren kann.

 

Der Horoskopeigner kann  die Interaktionen zwischen den zwei verschiedenen Planetenenergien wahrzunehmen differenzieren.

 

Eine normale Konjunktion in der Horoskopdeutung tendiert dazu, eine undifferenzierte Gemegelage und nicht ausdifferenzierte Kombination von Planetenenergien zu sein, sodass der Horoskopeigner bei normalen Horoskopkonjunktionen nach Länge sich nicht der Differenziertheit zwischen den beiden beteiligten Energien bewusst ist. Dies führt dazu, dass Konjunktionen im Horoskop auf Grund der Längengrade eher als Fusion vom Archetypen wahrgenommen wird.

 

Ähnlich ist eine contraparallele Deklination eine dynamische Situation, wo der Horoskopeigner einige Anstrengung unternehmen muss, um dieser Situation bewusst zu werden. Bei einer Opposition nach Längengraden im Horoskop ist der Horoskopeigner dagegen sehr wohl in der Lage, die ungleiche Energiestruktur wahrzunehmen und er ist herausgefordert, die Archetypen in eine irgendwie geartete Kooperation zu bringen.

 

Ein Planetenpaar muss nicht in Opposition sein, um contraparallel zu sein, es kann sogar sein, dass die contraparallelen deklinierten Planeten sich in einer trigonalen Längensituation befinden oder gar keinen Aspekt miteinander bilden.

 

Auf Grund der contraparallelen Deklination gibt es aber eine unbewusste Notwendigkeit, die Herausforderung ins Bewusstsein zu heben.

 

Diese Unterschiede mögen auf dem ersten Blick nicht wesentlich erscheinen, aber sie bergen ein erhebliches Potenzial für eine differenzierte Horoskopdeutung.

 

Wenn Bewusstsein dafür gegeben ist, dass z. B. Jupiter und Saturn parallel dekliniert sind obwohl sie keinen Aspekt miteinander bilden, dann kann man erwarten, dass jeder Impuls hinsichtlich eines der beiden Planeten mit den anderen Planeten Resonanz erzeugen wird.

 

Umgekehrt wenn Jupiter und Saturn contraparallel dekliniert sind, dann gibt ein Energieimpuls beispielsweise für Jupiter eine Herausforderung an den Horoskopeigner, den anderen Planeten, in diesem Fall Saturn, besser zu erkennen und seine Energie mehr ins Bewusstsein zu heben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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