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Niehenke contra Sachs in Sachen Akte Astrologie

 

"Naturheilkunde auf dem Scheiterhaufen moderner Hexenverfolger"

 

Richard Vetter: BRAUCHT DIE ASTROLOGIE DIE STERNE?

 

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Astrologische Rhythmen - Für den nachfolgenden text danke ich herzlich creastro.de

 

Ilona Picha-Höberth ist ausgebildete Astrologin und seit Mitte der 80er Jahre als professionelle Beraterin tätig. Sie arbeitet nach den Grundlagen der psychologischen, karmischen und systemischen Astrologie.

Die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit liegen überwiegend im Bereich von Kinderhoroskopen, Paarberatungen sowie der Begleitung während Trauer- und Verlustsituationen.

Neben ihrer astrologischen Praxis arbeitet sie auch als Geschichtenerzählerin, Ausbilderin für Trauer-und Sterbebegleiter und freie Dozentin für Märchen und Mythen.

1996 gründete sie zusammen mit ihrem Mann Gerhard Höberth das CreAstro-Institut in Wasserburg am Inn.

1998 wurde sie aufgrund ihrer langjährigen Beratertätigkeit im internationalen Künstlerkreis ins "who is who" aufgenommen.

Ilona Picha-Höberth publizierte diverse Fachartikel zu den Themen Astrologie, Märchen, Trauer und Tod und hält auch Seminare u.a. zu den Fachbereichen "Märchen als Wegweiser durch Trauer und Verlust" und "Lieblingsmärchen und Lebensskript im Horoskop".

"Gerhard Höberth

* 1960 in Wien, Grafischer Zeichner, Kunstmaler und Illustrator, arbeitete zunächst als Computertechniker. Zeitgleich mit einem Philosophiestudium an der Universität Wien beschäftigte er sich mit esoterischen Wissenschaften, vergleichender Religionsforschung und Chaostheorie.
Seit 1991 widmete er sich hauptsächlich den philosophischen Grundlagen der Astrologie.
Im Januar 2000 erschien sein Buch ”Struktur der Ganzheit” im KERNVERLAG (Regensburg ISBN: 3-9805414-8-7)."

Kontakt:

CreAstro

Ilona Picha-Höberth

Ledererzeile 41

83512 Wasserburg

Tel. 08071 - 93 157 - Fax: 08071 - 93158

email: ilona”*”creastro.de ; wg.Spam-Abwehr “*” durch “@” ersetzen

www.creastro.de

Astrologische Rhythmen

 

Der Tag hat 24 Stunden. Das sind 1440 Minuten. Ein Tag ist die Umdrehung der Erde einmal um die eigene Achse.

Braucht also die Erde 1440 Minuten um sich einmal um sich selbst zu drehen?

Spontan würde wohl jeder zustimmen. Aber die Erde hat eine Umdrehung bereits nach 1436 Minuten vollendet. Die restlichen 4 Minuten sind der Tribut des Tages an den Zyklus des Jahres.

Die relativen Positionen des Erde-Sonne-Systems verschieben sich binnen einer Umdrehung der Erde so weit, dass der Sonnenaufgang jeweils vier Minuten später erfolgt. Man muss also zwei unterschiedliche Zyklen unterscheiden:

1. Die Dauer der Erddrehung um sich selbst. Dies ist ein objektiver Zyklus, der 23 Stunden und 56 Minuten dauert. (= siderischer Tag)

2. Die Dauer zwischen zwei Sonnenaufgängen. Dies ist ein subjektiver Zyklus, der 24 Stunden dauert.

Beide Zyklen haben ihre Berechtigung und eine innere Verbindung zueinander. Die scheinbare Unvollkommenheit (Subjektivität) des Tag-Nachtzyklus (24 Std.) ist ein Hinweis auf einen größeren Zusammenhang: den Jahreszyklus. Es ist eine Rhythmusverschiebung von 1/1,003 .

Eine ähnliche Rhythmusverschiebung kennt man von den Mondphasen. Der Mond braucht ca. 27 Tage 7 Stunden und 40 Minuten um die Erde einmal zu umrunden, das heißt, um 360° des Himmels zu durchlaufen. Dies nennt man einen siderischen Monat. Aber durch die Positionsverschiebung des Systems Erde-Mond im Bezug zur Sonne, dauert es von Vollmond zu Vollmond etwas mehr als 29 Tage und 12 Stunden. Der Mond legt von Vollmond zu Vollmond am Himmel eine Strecke von ca. 390° (= 13 Tierkreiszeichen) zurück. Dies nennt man einen synodischen Monat. Wieder weist die Unstimmigkeit zwischen objektivem (aber unmerklichen) und subjektivem (aber offensichtlichen) Zyklus auf den größeren Zusammenhang des Jahres hin (1/1,08).

Das Sonnensystem ist voll solcher miteinander agierender Rhythmen und die ganze Komplexität der Astronomie sowie der Astrologie basiert auf dieser unüberschaubaren Vielfalt an sich überlagernden Zyklen.

360° des Tierkreises

Aus harmonikaler Sicht zeigt sich, dass die gesamte Welt aus einem komplexen Zusammenspiel der Qualitäten der Zahlen von 1 bis 6 gebildet werden kann.

Das Produkt dieser Zahlen ist 720 (1*2*3*4*5*6=720).

In einer über 3000 Jahre alten Hymne des indischen Rigveda heißt es: "Das Rad des Naturlaufes, das zwölfspeichige, dreht sich am Himmel, doch ohne je zugrunde zu gehen; darauf stehen o Agni, die Kinder in Paaren, siebenhundert und zwanzig!"

Die Zahl 1 repräsentiert die (göttliche) Einheit und kann aus der Betrachtung entfallen (x*1=x).

Die Zahl 2 ist die Dualität von Tag und Nacht (...Kinder in Paaren...). Fasst man diese Gegensätze zu einer Einheit zusammen, dann bleiben als Produkt

3*4*5*6=360

Die Einteilung des Kreises in 360° ist somit eine logische Folgerichtigkeit, eine philosophische Konsequenz. Jede archetypische Thematik lässt sich so als eine Kombination von vier Zahlen darstellen und beschreiben.

Die Anzahl der Eigendrehungen der Erde (Rotation) während eines Umlaufs um die Sonne (Revolution) (366,242) liegt nur knapp neben dieser vollkommenen Zahl. Aber die Übereinstimmung wird noch viel eindrucksvoller, wenn wir die oben beschriebenen Rhythmusverschiebungen bedenken. Der größere Zusammenhang, auf den hier offensichtlich hingewiesen wird, ist ein Zyklus von rund 72 Jahren, ungefähr ein Menschenleben.

Der Mond und die Entstehung des Lebens

Aber auch der Mond spielt bei der Anzahl der Tage des Jahres eine entscheidende Rolle. Dies wird bereits beim drakonischen Jahr deutlich. Es ist dies der Zeitabstand einer Sonnenkonjunktion mit dem nördlichen Mondknoten bis zur nächsten dieser Konjunktionen. Da der Mondknoten rückläufig ist, ist das drakonische Jahr kürzer als das Sonnenjahr. Es beträgt 353,758 Tage. Auffallend ist nun, dass der Abstand zu 360 von beiden Jahren gleich groß ist:

353,758 + 6,242 = 360

366,242 - 6,242 = 360

Offensichtlich gibt es zwischen diesen vier astronomischen Faktoren (1. Mondumlauf um die Erde, 2. Bahnneigung des Mondes gegenüber der Eklyptik = Mondknotenachse, 3. Erdumlauf um die Sonne und 4. Eigendrehung der Erde) eine rhythmische Beziehung, die um die Zahl 360 kreist.

Betrachten wir das Verhältnis des siderischen zum synodischen Mondumlauf - worin die Beziehung des Mondumlaufs um die Erde auf der einen Seite zum Erdumlauf um die Sonne auf der anderen Seite verborgen ist (siehe oben) - so ergibt sich die Beziehung 1 zu 1,08. Interessanterweise bildet der siderische Venustag (Venusrotation) mit seinen 243 Erdtagen zum Venusjahr (Venusrevolution) mit seinen 224,7 Erdentagen das gleiche Verhältnis ab (243:224,7=1,08). Mond und Erde bilden so gemeinsam ein Verhältnis, welches bei der Venus an den Planeten allein gebunden ist. Der Mond hat die Erde von einer gebundenen Rotation zur Sonne befreit, ermöglichte eine schnelle Eigendrehung der Erde, dadurch ausgeglichene Temperaturen und ist damit für die Entstehung des Lebens verantwortlich. Dies ist - wohl mehr als nur zufällig - die astrologische Bedeutung des Mondes: Ohne Mond - kein Leben.

Das Weltenjahr

Wie bereits erwähnt, weist uns die Rhythmusverschiebung zwischen Jahreslänge an Tagen 365 und der Idealzahl 360 auf einen höheren Zyklus von 72 Jahren. Denn die 5 restlichen Tage summieren sich in 72 Jahren zu einem ganzen Jahr (5*72=360). Diese 72 Jahre tauchen aber auch noch in einem anderen Zusammenhang auf: Der Punkt der Tag-Nacht-Gleiche verschiebt sich vor dem Sternenhimmel jährlich um zwanzig Minuten. D. h., das tropische Jahr, also die Zeitspanne von Frühlingsbeginn zu Frühlingsbeginn, ist um zwanzig Minuten kürzer als jene Zeit, welche die Sonne braucht, um wieder vor dem gleichen Stern zu stehen. Diese zwanzig Minuten jährlich, summieren sich in 72 Jahren zu einem ganzen Tag.(3 Jahre = 1 Stunde - 72 Jahre = 24 Stunden) Diese Zeitspanne braucht also der Frühlingspunkt um einen Grad im Tierkreis entlang zu wandern. Damit sind wir - neben Rotation und Revolution - bei der dritten Eigenbewegung der Erde.

Dies ist die Pendelbewegung der schräggestellten Erdachse im Bezug zum restlichen Kosmos, genannt: Präzession, Dauer 25.920 Jahre = 72*360.

Die 4 Minuten am Ende jedes Tages sind also mit den 5 Tagen am Ende eines Jahres zu vergleichen. Die 4 Minuten am Tag verweisen auf den Zyklus des Jahres, die 5 Tage (oder die zwanzig Minuten, je nach Sichtweise) am Ende eines Jahres verweisen auf den Zyklus des platonischen Weltenjahres.

Aber wir haben bereits festgestellt, dass das Jahr nicht 365 sondern 365,242 Tage dauert. Ebenso dauert ein Weltentag keine 72 Jahre sondern nur 71,6 Jahre, ein Weltenmonat keine 2.160 Jahre sondern nur 2.148 Jahre und das platonische Weltenjahr dauert keine 25.920 Jahre sondern nur 25.776 Jahre. Wieder ergibt sich ein Unterschied zur jeweiligen Idealzahl. Sollte uns das auf noch größere Zyklen hinweisen?

Astrologisch unerforschte Zyklen

Tatsächlich gibt es noch unzählige astronomische Rhythmen. Hier einige Beispiele:

Die Erde beschreibt in ihrem jährlichen Umlauf um die Sonne keine exakte Kreisbahn sondern eine Ellipse in deren einem Brennpunkt die Sonne steht. Dies bedeutet, dass die Erde manchmal weiter von der Sonne entfernt ist und ihr dann wieder näher steht. Aber der Punkt der größten Sonnennähe (Perihel) wandert langsam um die Sonne herum. Die Dauer dieses Zyklus beträgt 21.310 Jahre.

Auch die Form der Ellipse bleibt nicht stabil. Einmal nähert sie sich mehr dem Kreis, dann flacht sie wieder zur Ellipse ab. Dies geschieht in einem periodischen Zyklus mit der Dauer von 92.400 Jahren.

Die Achsenneigung der Erde ist der Grund für die Jahreszeiten. Durch sie bestrahlt die Sonne ein halbes Jahr lang die Erde mehr auf der nördlichen Halbkugel und das zweite halbe Jahr mehr auf der südlichen Halbkugel. Diese Achsenneigung beträgt zur Zeit 23,5°. Aber auch diese Neigung schwankt zwischen 22° und 24,5° in einem Zyklus von 41.000 Jahren.

Es gibt noch einige dieser großen Rhythmen. Viele Astrologen sind jedoch bereits mit der Verschiebung - und vor allem der Interpretation dieser Verschiebung - des tropischen Tierkreises im Bezug zum siderischen Tierkreis überfordert (platonisches Weltenjahr). Allerdings wäre eine Erforschung dieser Zyklen sowieso nur von philosophischem Interesse, da derartig lange Phasen keinen unmittelbaren Einfluss auf das Leben einzelner Menschen haben. Im Interesse der Klienten ist es daher gar nicht notwendig, dass sich der beratende Astrologe mit diesem Bereich der Astrologie näher beschäftigt. Wie wir jedoch in unserem Wassermannzeitalter-Vortrag bereits gezeigt haben, üben diese (in doppelter Bedeutung des Wortes) astronomischen Zyklen - auch wenn sie in der individuellen Beratung weggelassen werden können - mittelbar (über die kollektive Entwicklung) sehr wohl einen Einfluss aus. Auch von den oben beschriebenen, astrologisch noch nicht erforschten Zyklen weiß man z.B., dass die Überlagerung dieser Rhythmen eine Ursache der Eiszeiten ist, welchen eine große Bedeutung bei der evolutionären Entwicklung des menschlichen Gehirns zugesprochen wird, dadurch auch der Entwicklung des Bewusstseins und der Kultur. Bei einer zukünftigen Erstellung eines auf der Astrologie gründenden evolutionären Weltbildes sollten und werden diese Zyklen daher sehr wohl Beachtung finden.

 

 

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