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Jungfrau

 

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JUNGFRAU

© creastro - 1994 - Ilona Picha-Höberth

"Der bessere Teil der Tapferkeit ist die Vorsicht."

William Shakespeare

 

Das Zeichen Jungfrau

"Ich bin keine typische Jungfrau" ist mit Sicherheit der charakteristischste Satz, den man von einem Jungfraugeborenen zu hören bekommt. Offensichtlich will er (oder sie) eben nicht so gesehen werden, wie er insgeheim befürchtet, zu sein.

Menschen, die im Erdzeichen Jungfrau geboren sind, sind ständig auf der Suche nach Wissen, um die Materie der Kontrolle des Geistes unterzuordnen. Nichts kann eine Jungfrau so verunsichern, ja solche Ängste in ihr auslösen, als Unberechenbarkeit. Für sie ist die Welt nicht einfach. Und nicht nur die Welt, es erscheint ihr überhaupt alles etwas komplizierter als anderen. Sie will und muß alles, mit dem sie sich beschäftigt, von Grund auf verstehen. Das bedeutet, daß sie ständig zerlegt, betrachtet, analysiert und katalogisiert. Dabei braucht sie eine exakte Gebrauchsanleitung. Sie benötigt Fakten, Daten, Zahlen, nach denen sie ihre Handlungen berechnen, ordnen und dadurch begreifen kann. Was eine Jungfrau nicht versteht, ist für sie auch nicht existent.

Da sie sich dabei sehr leicht in Details verliert, fällt es ihr schwer, den Überblick zu bewahren und das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen.

Die Jungfrau ist mit Sicherheit das realistischste Zeichen im Tierkreis, daher wird sie keinesfalls auf Vermutungen oder Ahnungen hin etwas unternehmen. "Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser" lautet ihre Devise und so lässt sie sich nie auf ein Abenteuer ein, dessen Ausgang nicht vorher schon 100%ig feststeht. Sie hält nichts von himmelblauen und rosaroten Illusionen und nimmt es durchaus in Kauf, dass sie dabei so manches versäumt. Das bedeutet nicht, dass eine Jungfrau nicht träumen könnte. Im Gegenteil, ihre Vorstellungen davon, wie schön die Welt sein könnte, sind sehr ausgeprägt und ihre geistigen Bilder bis ins Detail genau ausgemalt. Aber sie wird sich selten auf den Weg machen, diese Träume auch zu realisieren, da sie sehr genau weiß, dass dieser Weg gepflastert ist von vielen kleinen Mosaiksteinchen, deren Analyse und Erforschung wieder viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Außerdem könnten auf dieser Reise so viele Gefahren drohen, dass das Ziel so erstrebenswert nicht mehr erscheint.

` Wer etwas versäumt hat, dem ist auch etwas erspart geblieben ' erklärt sie sich und der Welt und so begnügt sie sich mit dem Spatz in der Hand. Für diejenigen, die nach der Taube auf dem Dach greifen sollten, hat sie meist nur ein Kopfschütteln über und einen - aus ihrer Sicht - vernünftigen Ratschlag. Es hat manchmal fast schon den Anschein, als würde sie nur darauf warten, dass etwas schief geht, damit sie dann ihr berühmtes: "Das-habe-ich-Dir-gleich-gesagt" von sich geben kann. Vielleicht fällt es vielen oft deshalb sehr schwer, mit einer Jungfrau auszukommen, weil sich ihre Unkenrufe leider auch häufig als nur allzu wahr erweisen.

Die Regeln, die sie aufstellt und vor allem die Kritik, die sie an allem und jedem übt, machen es ihr dann im Lauf der Zeit immer schwerer, selbst etwas zu unternehmen. Denn jemand, der bei allem weiß, wie es geht, der darf natürlich keine Fehler mehr machen. Und so schafft sich die Jungfrau auf diese Art und Weise oft selbst ihr eigenes Gefängnis.

Die Stärken der Jungfrau liegen zweifellos in ihrer praktischen Veranlagung und ihrer Analysefähigkeit. Sie kennt ihre Pflichten sehr genau und ihr hoher moralischer Anspruch zwingt sie dazu, diese auch immer zu erfüllen. Sie ist wahrlich ein unermüdlicher Arbeiter, wenn es darum geht, Ordnung ins Chaos zu bringen. Dies kann sich sowohl auf die Ordnung in ihrem Umfeld, als auch auf ihre innerseelische Ordnung beziehen.

Ihre angeborene Vorsicht macht es ihr jedoch nicht leicht, Entscheidungen zu treffen, da sie in fast pessimistischer Weise schon immer mit einem negativen Ergebnis rechnet. Dies ist vermutlich auch der Grund dafür, dass sie lieber als graue Eminenz hinter dem Machthaber die Fäden zieht, als selbst im Lichte der Öffentlichkeit zu stehen und vor allem, die Verantwortung zu tragen. Dies hat wohl auch zu der Vorstellung über die Jungfrau geführt, die allgemein herrscht, nämlich die der perfekten Sekretärin.

Für Jungfrauen ist es von größter Wichtigkeit, gebraucht zu werden. So, wie sie alle Menschen oder Dinge auf ihre Nützlichkeit hin überprüft, will sie auch selbst nützlich sein. Es kann allerdings durchaus sein, dass sie aus dieser Tugend eine Unsitte macht. Nämlich dann, wenn sie immer diejenige sein will, die gibt und niemals die, die nimmt. Anderen verpflichtet zu sein oder um eine Gefälligkeit bitten zu müssen, ist ihr ein Gräuel.

Sie besitzt zwar ein bewundernswertes Maß an Eigenständigkeit und weiß sich in der Regel auch immer selbst zu helfen. Aber sie muss sich schon davor hüten, ihre Autonomie nicht dazu zu missbrauchen, anderen das Gefühl zu geben, in ihrer Schuld zu stehen. Die Folge könnte sonst sein, dass diese sich dann lieber von jemand helfen lassen, bei dem die Gesetzmäßigkeiten von Geben und Nehmen in besserem Einklang stehen, als ständig ein schlechtes Gewissen zu haben.

Die Jungfrau ist ein wahrer Meister darin, sich Situationen anzupassen. Ihre enorme Unterscheidungsfähigkeit und auch die Fähigkeit, sich selbst auf das Nötige und Wesentliche zu beschränken, helfen ihr, zur rechten Zeit auch meist das Richtige zu tun. Sie weiß, was wann, wo und wie viel zu jeder Zeit, an jedem Ort und in jeder Situation angebracht ist.

Dem Zeichen der Jungfrau ist die Gesundheit zugeordnet. Es ist daher die besondere Aufgabe von Jungfraugeborenen, sich um die Gesunderhaltung ihres Körpers zu kümmern. Der Ausspruch: "Ich lasse mir von meinem Körper doch nicht vorschreiben, was ich essen darf" stammt von einer Jungfrau und so wie sie glauben viele, dass der Körper dem Geist in jeder Hinsicht zu gehorchen hat. Das mag schon richtig sein; wichtiger und richtiger wäre es jedoch auf ein ausgewogenes Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele zu achten.

Ein gewisser Hang zur Hypochondrie, der der Jungfrau oft vorgeworfen wird, ist häufig eine pervertierte Form, ein stiller Hilferuf, durch den sich die Seele die ihr zustehende Aufmerksamkeit oder Ruhepause erzwingt, wenn sie sich wieder einmal zu sehr an die materiellen Gegebenheit anpassen musste. Die Jungfrau in der Partnerschaft:

So, wie in allen Lebenslagen, legt die Jungfrau auch in der Beziehung Wert auf praktischen Nutzen.

Ein Jungfrau-Mann hat seine Einstellung zu Beziehung und Partnerschaft einmal so zum Ausdruck gebracht: "Mit einer Ehe ist es wie mit einem Bankkonto: man muss immer darauf achten, dass auf der Habenseite mindestens ebensoviel steht, wie auf der Sollseite."

Die Schwierigkeiten, die eine Jungfrau damit hat, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen, prägen natürlich auch ihre Beziehungen. Gerade in Bezug auf Liebe, Sex und Leidenschaft hat die kontrollierte Jungfrau oft Probleme, da sich hier nichts berechnen, analysieren und einteilen lässt. Gefühle lassen sich nicht so ohne weiteres definieren und so hat die Jungfrau Angst, in ein Chaos zu stürzen, einen Strudel, aus dem sie sich mit all ihrer Logik nicht mehr so einfach befreien kann.

Als Erdzeichen besitzt die Jungfrau meist eine sehr starke sinnliche Ausstrahlung und Typen, die ein feuriges Temperament besitzen, können sie durchaus faszinieren und den Wunsch in ihr wecken, auch für kurze Zeit einmal alle Bedenken über Bord zu werfen.

Aber emotionale oder sexuelle Anziehung reichen ihr für eine Beziehung niemals aus. Als Realist geht ihr eben auch hier die Qualität vor der Quantität und so wird sie auch in der Partnerschaft ihr Augenmerk auf die Zuverlässigkeit und Souveränität des Partners legen.

Wenn es den Jungfrauen (und -männern) auch aus ihrer schon erwähnten Selbstbestimmtheit heraus, oft schwer fällt, sich wirklich auf den Partner einzulassen, so werden sie von ihm doch niemals mehr verlangen, als sie selbst zu geben bereit sind. Und mit Sicherheit wird eine Jungfrau ihren Lebensgefährten so lieben, wie er oder sie ist, nämlich mit all den kleinen Fehlern und Macken, auch, wenn sie ihn kritisiert und zu verbessern versucht. Sie sieht eben alles unter ökonomischen Gesichtspunkten und so will sie aus jeder Situation und natürlich auch aus jedem Menschen das Beste machen. Ihr Realitätssinn verhindert es in jedem Fall, dass sie sich in ein Wunschbild verliebt. Zum Symbol der Jungfrau und des Merkur als Abendstern:

Zur Symbolik der Jungfrau:

Die Jungfrau wird dargestellt durch eine Frau (oft auch einen Engel), die Kornähren in der Hand hält. Diese sind Symbol für die Weisheit, die auf dem Acker der Erfahrung geerntet wird. Sie symbolisieren auch die Aufgabe der Jungfrau, nämlich durch Analyse der gegebenen Umstände die vorhandenen Ressourcen einzuteilen und zu verwalten.

Das Sinnbild der Jungfrau ist nicht unter der herrschenden christlichen Auffassung von Jungfräulichkeit, d.h. sexueller Unberührtheit zu betrachten. Im Altertum waren Jungfrauen die Tempeldienerinnen, die eingeweiht waren in die Weisheiten des Lebens und damit auch der Liebe. An Stelle der Götter ließen sie den Gläubigen die göttliche Gunst zuteil werden.

Jungfrauen waren demnach immer weise, freie Frauen, die göttlichen oder spirituellen Gesetzmäßigkeiten dienten und nicht den irdischen. Der Herrscherplanet: Merkur

Wie schon im Kapitel über die Zwillinge beschrieben, obliegt die Herrschaft über die Jungfrau dem Planeten Merkur. Es geht also auch hier um die Einheit von Körper, Geist und Seele.

Wie alle Dinge, so besitzt auch Merkur einen männlichen und einen weiblichen Teil. Während der männlich-aktive den Zwillingen zugeordnet wird, so findet der weiblich-passive Teil Ausdruck im Jungfrauprinzip.

In alten, alchimistischen Büchern wird Merkur bzw. Hermes sehr häufig in weiblicher Gestalt dargestellt, nämlich als Jungfrau mit einem Fischschwanz. Dieser weibliche Merkur der Alchimisten ist Sinnbild für den Mutterleib der Materie und somit des Erdelements, der den göttlichen Mercurius in seiner männlichen Gestalt hervorbringt.

Das Symbol der Jungfrau, die zur Hälfte Fisch ist, findet sich auch im Bildnis der syrischen Göttin Atargatis.

In der griechischen Mythologie verkörpert die Göttin Astrea, die im Goldenen Zeitalter unter den Menschen lebte, das Prinzip der Jungfrau. Sie belehrte die Menschen im Hinblick auf eine gerechte Ordnung in der Natur. Als die Menschen begannen, die Naturgesetze zu missachten, verließ sie die Erde und Zeus erhob sie in den Himmel zum Sternbild der Jungfrau.

Der Jungfrau-Bereich im individuellen Horoskop zeigt an, wie gut die Anpassungsmechanismen und die Fähigkeit zu Analyse und Ökonomie ausgeprägt sind. Er gibt auch Aufschluss darüber, wie Probleme mit der alltäglichen Routine aufgearbeitet werden und ob eine Neigung zu psychosomatischen Reaktionen besteht.

Persönliche Planeten in der Jungfrau deuten auf eine kritische Einstellung hin und auf die Tendenz, sich mehr den äußeren Gegebenheiten, als den inneren Bedürfnissen anzupassen. Zum Jungfrau- oder Merkurprinzip ergeben sich analog folgende Zuordnungen:

 

Körperliche Ebene:

Bauchspeicheldrüse, Zwerchfell, Dünndarm, Dickdarm, Enzyme,

 

Farben:

Lindgrün, Hellbraun, Beige, helle Naturtöne

 

Metalle, Mineralien, Edelsteine:

Messing, Zinn, grüner Achat, Jaspis, Citrin, Bernstein

 

Wochentag:

Mittwoch

 

Heilpflanzen:

Dill, Fenchel, Kümmel, Gewürznelke, Pimpernelle

 

Tiere:

Nutztiere, Gänse, Hühner, Maultiere, Kamele, Ameisen

 

Berufe:

Buchhalter, Büroangestellter, Gärtner, Feinmechaniker, technischer Ingenieur, Lagerverwalter, Naturwissenschaftler, Optiker, Vermessungstechniker, Statistiker, Wirtschaftsprüfer, technischer Zeichner

 

Musikformen:

Balladen, Chansons, Lauten- oder Harfenmusik, einfache, klare Melodien

 

Sportarten und Hobbys:

Wandern, Spazieren gehen, Jogging, Gymnastik, Werken, Gartenarbeit, Briefmarken sammeln

 

Mythen, Märchen und Geschichten:

Der Mythos von Astrea, der Mythos von Kore-Persephone, Die Prinzessin auf der Erbse, Mrs. Stoner und das Meer von Pearl S. Buck,

 

Tarotkarten:

Die Mäßigkeit

 

Berühmte Jungfraupersönlichkeiten:

Johann-Wolfgang von Goethe, Eduard Möricke, Marie Montessori, Greta Garbo, Ingrid Bergmann, Jasir Arafat

 

 

 

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