BuiltWithNOF
Mond

 

Mond - Für diesen text danke ich herzlich creastro.de

Ledererzeile 41

83512 Wasserburg am Inn

(+49) 08071 93157

© creastro - 2001 - Ilona Picha-Höberth

www.creastro.de

Der Mond

 

Symbol: Halbkreis - Schale

symbolisiert das aufnehmende (seelische) Prinzip

Mond - astronomisch:

Einzig natürlicher Trabant der Erde; umrundet sie in einer Zeit von 28 Tagen. Sein Durchmesser beträgt gut ein Viertel des Erddurchmessers. Die Anziehungskraft des Mondes sorgt für die Gezeiten.

Dass seine Phasen Einfluss auf das Wetter, die Fruchtbarkeit und das pflanzliche Wachstum haben gilt wissenschaftlich noch immer nicht als belegt.

Der Mond selbst besitzt keine Strahlkraft; er reflektiert das Licht der Sonne. Die erste Mondlandung fand im Jahr 1969 statt - zeitqualitativ betrachtet, war dies die Zeit der Frauenbewegung und der Wiederentdeckung alter matriarchaler Urreligionen und Muttergottheiten.Mond mythologisch:

In der Zeit des Matriarchats wurde der Mond von den Völkern mehr verehrt, als die Sonne. Erst mit dem zunehmenden Einfluss des Patriarchats und der damit zusammenhängenden Überbetonung des Intellekts veränderte sich dies. Besonders in unserer christlich geprägten Kultur, die ja das Weibliche als den Inbegriff des Sündigen versteht (Eva als Verursacherin allen Übels), wurde weibliches Urwissen als Aberglaube (="verkehrter" Glaube) bezeichnet und abgewertet. Im Orient ist die ehemalige Bedeutung des Mondes häufig noch durch die Darstellung der Mondsichel als Wappensymbol erkennbar. 

Die zyklischen Vorgänge von Werden und Vergehen, von lebensspendend und verschlingend, wie sie durch die Mondphasen symbolisiert werden, spiegeln sich in den Mythologien aller alten Völker. 

Die Ägypter verehrten ISIS als Mondgöttin und Königin des Himmels. Sie war genau wie ARTEMIS in Rom und DIANA bei den Griechen Fruchtbarkeitsgöttin und Schutzmutter der Schwangeren. Außerdem wurde in der griechischen Antike SELENE (die Glänzende) als die Göttin des Mondes verehrt. Die verschiedenen Phasen des Mondes finden sich in den griechischen Mythen um DEMETER (Mutter und Erntegöttin), KORE (das Mädchen, ihre Tochter) und PERSEPHONE (Zerstörerin, Königin der Toten), sowie im indischen KALI-Mythos (schwarze Mutter) und im jüdischen Mythos der LILITH (Adams erste Frau und Mutter). 

Die griechische MOIREN stellen genau wie die germanischen NORNEN und die keltischen BETHEN jene weiblichen Urkräfte dar, von denen eine den Lebensfaden spinnt, eine ihn bemisst und die dritte ihn schließlich wieder abschneidet. Die Mondphasen stehen hier also analog zu der Zeit zu wachsen, der Zeit zu nähren und der Zeit zu sterben.

Mond astrologisch:

Der Mond steht im Horoskop für das fürsorgliche, nährende und mütterliche Prinzip. Die Mondstellung zeigt an, wie Gefühle wahrgenommen und verarbeitet werden können, wie stark die seelische Beeindruckbarkeit ist, welche grundlegenden Bedürfnisse wie (Tierkreiszeichen) und wo (Hausstellung) befriedigt werden müssen, um zu einer psychischen Ausgewogenheit, einer seelischen Geborgenheit zu finden. Auch die Wankelmütigkeit unserer Gefühle wird hier erkennbar. Der Ausdruck "Laune" stammt übrigens vom Wort "luna" (Mond) ab.

Das Zeichen, in welchem der Mond sich im Horoskop befindet gibt Aufschluss darüber, wie der Mensch auf äußere Einflüsse reagiert, welche frühkindlichen Erfahrungen - häufig auch pränatale -

die gefühlsmäßige Einstellung geprägt haben. Die Hausstellung lässt erkennen, welcher Lebensbereich von unseren Gefühlen beeinflusst wird und wo wir Erfahrungen in emotionaler Hinsicht machen, die sich unserer bewussten Steuerung entziehen.

Darüber hinaus zeigt sich durch die Mondstellung das Verhältnis zu unserer Mutter, unserer Herkunftsfamilie, die Ernährungsgewohnheiten, sowie die Atmosphäre oder das Ambiente, das wir in unserem Heim benötigen, um seelisch wieder in Gleichklang zu kommen.

Bei Männern zeigt der Mond auch einen Teil des Animabildes (Partnersuchbildes).

Neumond: 

Wenn Sonne und Mond von der Erde aus betrachtet eine Konjunktion bilden ist Neumond. Nun halten das männliche und das weibliche Prinzip Hochzeit. Im übertragenen Sinne bedeutet dies, dass jetzt eine untrennbare Einheit herrscht. D.h. auch, dass alles Trennende nun aufgehoben werden kann und ein neuer Anfang bevorsteht. Wenn der Mond sich wieder aus der Umarmung der Sonne löst, kann alles, was vorher im Dunkeln lag in völlig neuem Lichte betrachtet werden.

Deshalb sind Neumondtage Tage des Neuanfangs. Jetzt zeigt sich, welche Themen im folgenden Monat wichtig werden. Überholtes kann nun abgelegt werden, damit der neue Zyklus unbelastet durchlaufen werden kann.

 

Im Altertum wurden viele weiblichen Gottheiten als Mondgöttinen verehrt (s. auch Planeten: Der Mond)

Die Neumondzeit wird durch Selene, die Glänzende, verkörpert. Sie teilt an Neumondtagen das Lager ihres Bruders und Gemahls Helios. So lange sie in seinen Armen ruht, ist sie für die Menschen unsichtbar. Wollen und Handeln - Sehnsucht und Gefühl sind sich nun einig; dies ist der Uranfang aller Dinge. 

Die dunkle Zeit des Neumondes wird aber auch durch die Göttin Hekate symbolisiert. In ihrer Eigenschaft als Göttin der Nacht ist sie Zauberin, Giftmischerin und Hexe. Bei Tage jedoch übt sie einen wohlwollenden und günstigen Einfluss auf die Landwirtschaft aus. Sie wird mit drei Köpfen und begleitet von einer Hundemeute dargestellt. Die Athener verehrten sie mit großem Respekt und brachten ihr an Neumondtagen Opfergaben an Kreuzungen dar, an denen ihr Einfluss besonders zu spüren war.

Vollmond:

So, wie sich nun Sonne und Mond gegenüberstehen, kommt es jetzt auch in psychischer Hinsicht zu einer Gegenüberstellung von geistigen und seelischen Prinzipien. Es ist dies der Höhepunkt einer Entwicklungsphase. Jetzt können wir überprüfen, ob das, was wir vielleicht zur Neumondphase begonnen haben, wirklich Bestand hat. Jetzt lässt sich erkennen, wie weit unsere Pläne gediehen sind und ob sie sich erfüllen lassen. Somit ist die Vollmondzeit die Zeit der Bewusstwerdung, in der wir den Dingen ins Auge blicken können.

Der Richtungswechsel bei Vollmond von zunehmender zu abnehmender Kraft macht sich i.d.R. stärker bemerkbar als der bei Neumond. Viele reagieren mit Unruhe und Nervosität. In dieser Zeit häufen sich Unfälle und Gewalttaten und die Geburtenzahl steigt drastisch an. 

Jetzt ist es wichtig, auf die seelischen Bedürfnisse zu hören. Der Mond ist voll und rund und so soll nun auch die Seele und ihre Bedürfnisse einmal den Raum einnehmen können, der ihr zusteht. Wer sich jetzt die Zeit nimmt, dem Mond einmal ins Angesicht zu schauen, eine Mondmeditation macht oder sich vielleicht sogar zu einem nächtlichen Mondspaziergang aufraffen kann, wird seiner weiblichen Seite einen Schritt näher kommen.

 

 

 

[Astrologie des Hohenstein] [Philosophie] [Der Astrologe] [Links] [Literatur] [Artikel] [Harmonics] [Tarot] [Schubert-Weller] [Horoskop] [Stariq.com] [CpD] [Max Prantl]