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Teil 1

 

VORWORT

Inmitten unserer Zeitepoche, deren nüchterne Sachlichkeit jede Beschäftigung mit metaphysischen Werten abzulehnen scheint, hat sich der Glaube an die Astrologie - die übersinnliche Beziehung des Menschen zum Kosmos - dennoch in weiten Kreisen der Menschheit erhalten. Zwar entzieht sich dieser Glaube jeder rationalen Begründung, da er in anderen Bewußtseinsschichten urständet als das raum- und zeitgebundene Denken des Intellekts. Allein, tief verborgen ruht im Menschen ein Urwissen von seiner ewigen Geistwesenheit, die mehr umfaßt, als ihn sein irdisch eingeschränktes Tagesbewußtsein zu vermitteln vermag. Alle Religionen, alle Geistlehren sind entsprungen einer inneren Schau, die dem Menschen die wahren Zusammenhänge zwischen seinem geistigen Ursprung und Ziel, und seinem Erdenweg durch die Materie offenbart.

     Die Esoterik bezeichnet den Menschen als Mikrokosmos, der das große Universum abbildlich widerspiegelt. Astrologie, die Lehre vom Geist der Gestirne, unterscheidet sich von Astronomie, der Kunde von den Weltkörpern so, wie etwa die Metaphysik von der Physik oder die Alchemie von der Chemie der Naturwissenschaften. Das Wesen der Astrologie als Seelenlehre zu begreifen, setzt unabdingbar eines voraus: zu erfassen, daß das materielle Weltall nur der sichtbare Ausdruck dahinter waltender Schöpfungsideen und -kräfte ist, die gleichermaßen im Kosmos wie im Menschen wirken. Einen Schlüssel zum Verständnis dieser Wahrheiten bilden vornehmlich die Schilderungen des nordischen Sehers Emanuel Swedenborg (1688-1772) vom Homo maximus, dem ‘Großen Weltenmenschen’, und mehr noch jene des österreichischen Mystikers Jakob Lorber (1800-1864), dessen Werke des inneren Wortes das Tiefste über den verborgenen Sinn des Weltalls und seiner geistigen Natur aussagen.

     In der Dreieinheit von Geist, Kraft und Stoff (oder Geist, Leben und Form) bildet im Menschen das Kraftfeld Seele ein zweifaches, polares Bindeglied zwischen seinem göttlichen Anteil, dem ewigen Ich, und seinem an die materielle Sinnenwelt gebundenen Bewußtsein. Durch ihr höherseelisches Prinzip (Geistseele) vermag sie die Strahlungen des reinen Gottesimpulses in ihrem ‘Oberbewußtsein’ wahrzunehmen. Mit ihrem niederseelischen Prinzip (Körperseele) ist sie durch das ‘Unterbewußtsein’ den Einflüssen der untermenschlichen, naturgeistigen Bereiche zugänglich. Beide Polaritäten gestalten aus ihren Tiefen heraus das irdische Tagesbewußtsein des Menschen, dessen freier Wille die letzten, verbindlichen Entscheidungen trifft, die sein Denken und Handeln und damit auch sein Schicksal bestimmen.

     Von diesen Seelenbereichen als lebendige Kraftfelder handelt die Astrologie als eine Geistwissenschaft, die rationell nicht erlernbar, wohl aber wesenhaft erlebbar ist. Um zu diesem Erlebnis zu gelangen, gibt es jedoch Wegweiser, die einen tieferen Zugang vermitteln als die meist allzu schematisch ausgeklügelten Lehrbücher der Astrologie. Denn von der alten, geistig fundierten Sternenweisheit blieben nur noch zusammenhanglose Reste einer Deutungskunst übrig, deren heutige Profanierung als Wochenend-Astrologie und Wahrsage-Horoskop nichts mehr von der einstigen ‘königlichen Kunst’ erkennen läßt.

     Einen solchen Wegweiser in die geistigen Bezirke der Astrologie, jedoch durchwegs verbunden mit der praktischen Anwendung auf ein jedes Geburtsbild, stellt die vorliegende Schrift Max Prantls dar. Der geringe Umfang dieses Werks steht in keinem Verhältnis zur Größe und Tiefe seines Inhalts. Denn es entsprang einer vollkommenen inneren Schau, der das Kreisen der Geist- und Lebensströme im Kosmos ebenso wenig verborgen blieb wie das siderische Seelenfirmament im Menschen, dessen Prägung im Gleichklang oder in Disharmonie zu den Ausstrahlungen des geistigen Alls stehen kann. Aus dieser Schauung heraus gewinnt die Deutung eines Geburtsbildes ein anderes Gewicht und Gesicht, das sich von den gewohnten Regeln moderner Lehrbücher oft wesentlich unterscheidet. Hier zeigt sich die echte Astrologie als eine wirkliche Tiefenpsychologie, eine Seelenlehre und -heilkunde, der nichts Ähnliches zur Seite gestellt werden kann.

     Die kleine Schrift aus dem Nachlaß eines großen Geistes, des tiefgründigen Sehers Prantl (1912-1957), will kein astrologisches Lehrwerk im üblichen Sinne sein. Es fordert vom Leser keine mathematischen Konstruktionskenntnisse, sondern nur die Beschaffung der notwendigen Unterlagen (Planetenstände, Aszendent, MC-Zenitstand) durch einen Fachmann aufgrund der Geburtszeit und des Geburtsortes - nicht aber ein ausgearbeitetes Horoskop, das sich der Leser dann selbst mühelos herstellen kann. Die Anweisung dazu gibt das erste Kapitel des Buches. - Hingegen müssen Leser, die bereits im Besitz eines Horoskopes sind, das in inäqualer Häusermanier aufgestellt wurde, dieses auf die äquale Art (12 gleichgroße Felder) umstellen. Auch dafür enthält das Buch eine leichtfaßliche Anleitung.

     Prantls ‘Astrologie’ ist somit ausschließlich ein Werk, das der geistigen Deutungsmethode von Geburtsbildern gewidmet ist. Hier aber erweist es sich geradezu als eine hohe Schule einer Seelendurchleuchtung, die jeden Eigner eines Horoskops zum wahren ‘Erkenne dich selbst’ hinleitet. Es eröffnet ihm jene Stärken und Schwächen, aus denen das ‘Schicksal’ seines Erdenweges hervorgeht. Es zeigt ihm in den Oppositionen die Art seiner seelischen Spannungen und in den Quadraten die gefährdenden Disharmonien, und wie selbe durch den freien Willen des Menschen gewandelt werden können (geistige Planetenversetzung). Denn eine glückerfüllte Ordnung des irdischen Lebensbereichs ist dem Menschen nur durch Erkenntnis und sinnvollen Gebrauch seiner Vernunft- und Gemütskräfte erreichbar.

     So gesehen, entfaltet die Astrologie einen hohen ethischen Wert und ist weit davon entfernt, einem fatalistischen Schicksalsglauben Raum zu geben. Darum zeigt Max Prantl auch die Grenzen der Astrologie auf, die an der Willensfreiheit des Menschen enden gemäß dem alten Wahrspruch: ‘Die Sterne machen geneigt, aber sie zwingen nicht!’ Über dem Firmament der Seele strahlt der reine Gottesgeist als sein ewiges Ich, das frei von allen elementaren und kosmischen Bindungen ist.

     Das letzte Kapitel des Buches leitet zu einer mystischen Anschauung der Astrologie hin, in der ihre Kräfte Gestalt gewinnen und vom irdisch gebundenen Denken des Menschen eine Brücke schlagen zur wahren Erkenntnis seines Wesens, erfüllt von Geheimnissen gleichwie das All, das um und in ihm waltet.

     Mag auch die Art des Interesses an Astrologie recht unterschiedlich sein: irgendwelche Saiten wird diese Schrift überall zum Erklingen bringen, und es wird keinen Freund geistigen Sternenweistums geben, der dieses Buch nicht ohne Bereicherung aus der Hand legt.

    

     Im Herbst 1967

     M. Kahir

    

    

    

     Einleitung

    

     Wesen und Wirkbereich der Astrologie

    

    

     Die Astrologie, die Lehre von den übersinnlichen Lebensbeziehungen des Alls, könnte in ihrem wichtigsten Bereich - Durchleuchtung der Menschenpersönlichkeit - die Tiefenpsychologie, also auch die Seelen-Heilkunde sein. Es stünden ihr dazu die Mittel zur Verfügung, wie sie keine bloß experimentell und analytisch gewonnene und deshalb unvermeidlich grob typisierende Psychologie besitzt. Die Astrologie vermag als einzige Seelenkunde bis zu den Urgründen der seelischen Stärken und Schwächen vorzustoßen. Sie vermag wie mit Röntgenstrahlen den ganzen Aufbau der Persönlichkeit zu durchleuchten, denn die Einsicht in das irdisch-geistige Abbild des innersten Kerns der Persönlichkeit und in den Aufbau der äußeren Schichten ist ihr unmittelbar gegeben.

     Sie sollte demnach jedem Menschen folgende Fragen eindeutig beantworten können: Was ist meine von meinem innersten Wesen bestimmte Aufgabe in der Welt? Wie habe ich mich der Welt gegenüber einzustellen? Welche Begabungen sind mir mitgegeben und in welchem Beruf kann ich sie am besten einsetzen? Welcher Art ist der meinem innersten Wesen entsprechende Ehepartner? Welche Charakterschwächen vermindern oder verhindern meine Lebensleistung und die Glückserfüllung meiner selbst und meines Partners? Wie kann ich diese Schwächen beseitigen? Wo lebe ich am Leben vorbei, so daß schließlich leere Räume in mir und um mich, Einstürze, seelische und äußere Katastrophen entstehen? Auf welchem Lebensgebiet bin ich unfrei, verkrampft und deshalb gefährdet? Welche Lebensregungen bin ich geneigt zu unterdrücken, zu verzerren, zu verdrängen, so daß sie für Seele und Körper zersetzend, vergiftend und krankmachend wirken?

     Kann die heutige Astrologie alle diese Fragen befriedigend beantworten? Nicht nur ich setzte hier ein Fragezeichen. Der Grund für diese Unsicherheit liegt darin, daß sich die heutige Astrologie nur noch auf Restbestände eines ehemals einheitlichen Weistums stützt, das durch die unmittelbare Anschauung des Wesens der Dinge, durch geistiges Hellsehen gewonnen wurde. Von diesem Wissen sind einzelne, von Zweifeln und Klügeleien zersetzte Pfeiler erhalten geblieben. Das Ganze, die Brücke zwischen Welt und Überwelt, die von ihnen getragen wurde, ist längst eingestürzt.

     Wer diese Brücke wieder bauen will, muß dieselbe unmittelbare Einsicht in die übersinnlichen Lebensbeziehungen des Kosmos besitzen, die einst auch die Astrologie geschaffen hat. Diese Feststellung mag für den verstandesmäßig verengten, nur wissenschaftlichen Geist unserer Zeit eine Herausforderung sein. Ich mache aber nur ein Zugeständnis: Die Sprache, in die diese geschauten Erkenntnisse gekleidet sind, ist nicht mehr die mythisch dunkle, astrale Bildersprache unserer geistigen Vorfahren; sie ist die wissenschaftlich nüchterne, vielfach abstrakt gewordene Sprache unserer Zeit.

    

     Der Leser, der ein Geburtsbild noch nicht berechnen und aufzeichnen kann - mehr astrologische Kenntnisse setzt dieses Buch nicht voraus - möge sich dies von einem astrologiekundigen Freunde erklären lassen, oder er verschaffe sich diese geringen Kenntnisse aus irgendeinem Lehrbuch der Astrologie.

     Für die praktische Arbeit genügt die Berechnung des Aszendenten und der Gestirnstellungen bis auf einen halben Grad genau. Für die gesamte Häusereinteilung genügt die Gradzahl des Aszendenten. Nach der antiken oder äqualen Art der Einteilung, die auch dieses Buch festhält, ist die Gradzahl des Aszendenten auch die Gradzahl aller anderen Häusermitten. (Wenn der Aszendent z. B. in 17 Grad Löwe steht, ist die Mitte des zweiten Hauses in 17 Grad Jungfrau usw. Die Grenzen der Häuser stehen jeweils 15 Grad nach rechts und links von der Mitte ab. In diesem Beispiel wären somit die Grenzen des ersten Hauses 2 Grad Löwe und 2 Grad Jungfrau.)

     Wenn die Geburtsstunde ungenau - nur bis auf eine Stunde - bekannt ist, muß man die Häusereinteilung als ungefähren Anhalt betrachten. Ist sie gar nicht bekannt, muß man sich auf die Planetenstellungen und ihre Aspekte beschränken, die auch schon wertvolle Aufschlüsse im Sinne einer Tiefenpsychologie geben. Der erfahrene Astrologe kann aber, wenn ihm die übrigen Stellungen des Geburtsbildes bekannt sind, mit Sicherheit aus der Gesichtsprägung und dem allgemeinen Verhalten - Mimik, Gesten, Gangart - das Zeichen des Aszendenten bestimmen und aus einigen wichtigen Ereignissen auch die Gradzahl des Aszendenten festlegen. Hierüber geben alle Lehrbücher der Astrologie Aufschluß. Ich weise besonders auf die Methode von Johannes Vehlow hin.

    

    

     Das Geburtsbild (Horoskop)

    

     Die graphische Darstellung des Geburtsbildes, die Horoskopzeichnung ist nichts anderes als ein senkrechter Schnitt durch den übersinnlichen Strahlkörper des Menschen oder sonst eines Lebewesens oder eines Werkes von Menschenhand, und zwar in der Ebene, in der sich ein senkrecht stehendes, in zwölf gleiche Felder geteiltes, etwa 20 Grad breites Band (das Abbild des ebenfalls übersinnlichen ,Tierkreises’ am Himmel) um den im allgemeinen kugelförmigen Strahlkörper des Menschen zieht.

     Der auf die übliche Art errechnete Ost- und Westpunkt des Geburtsbildes, der Aszendent und Deszendent, ist das Kreissegment - in der Horoskopzeichnung ein Punkt - in dem die Mittelebene der Tagesbewußtseinsbrücke1 das Band des Tierkreises durchstößt. Die ganze Brücke schneidet in dieses an sich schon zwölfteilige Band je ein Feld von der Ausdehnung eines Zwölftelkreises - 30 Grad, die Höhe der Brüche - das erste und siebte Horizonthaus. Von diesen Feldern aus gliedert sich die gesamte Kugelhülle in insgesamt zwölf Kraftfelder - Horizonthäuser, im Folgenden stets ,Häuser’ genannt - von gleicher Breite, die sich also auf der Kugelhülle überkreuzen, da die Mitten dieser Häuser durch den Kugelmittelpunkt gehen.

     Die Zusammengehörigkeit, die polare Ergänzung der jeweils gegenüberliegenden Häuser, z. B. des ersten und siebten, zweiten und achten Hauses usw. zeigt sich darin, daß sie auf der Kugelhülle des Strahlkörpers geschlossene Zonen bilden, die nach rechts und links, zum Tierkreisband hin zunehmend polarisiert, d.h. gegensätzlich im Sinne der Ergänzung sind.

     Um den in der Horoskopzeichnung unbezeichneten Mittelpunkt herum liegt im Strahlkörper das übersinnliche Organ der Herzmitte, der Sitz des bewußten Ich. Die Astrologie läßt diese Stelle unbezeichnet: sie kann darüber nichts sagen, da hier die freien Entscheidungen des Menschen gefällt werden, für die der astrologisch erfaßbare Randbereich des Strahlkörpers (Kugelhülle mit den Tierkreiszeichen, Häusern und Planetenstellungen) die Vorarbeit und die Ausführungskräfte liefern. Ebenso verhält es sich mit dem in der Horoskopzeichnung freien Raum oberhalb des Mittelpunktes - Geistselbst-Bewußtsein - und unterhalb des Mittelpunktes - Unterbewußtsein. Auch hierüber kann die Astrologie unmittelbar nichts sagen. Der astrologisch erfaßbare Randbereich ergibt jedoch greifbar deutliche Hinweise auf die Wesensart dieser inneren Bereiche, so daß man mit Recht von einem Durchleuchten der Gesamtpersönlichkeit bis in Einzelheiten hinein - mit Ausnahme der freien Entscheidungen selbst - sprechen kann.

     Die Tagesbewußtseinsbrücke, deren Mittelebene in der Horoskopzeichnung durch die Linie Aszendent - Deszendent (die Horizontlinie) bezeichnet ist, steht zur Erd-Horizontebene in einem Winkel von etwa 30 Grad. Die Ich-Seite - erstes Haus - steht höher als die Du-Seite - siebtes Haus. (Bei Kindern im Säuglingsalter hat dieser Neigungswinkel noch etwa 80 Grad.) Das bedeutet für das Ich einen Antrieb nach Aufwärts, der von den verkörperten Geistwesen in grundsätzlich verschiedener Weise aufgefaßt werden kann: Verachtung des Du, Eigendünkel, Herrschsucht, Machtwahn - oder liebendes Heraufziehen, Höherentwickeln des Du und damit der Welt zur eigenen Entwicklungshöhe, Verbindung mit Schwachen und Belasteten (Christusprinzip). Bei kleinen Kindern bedeutet die besondere Erhöhung der Ichseite ihren biologisch verständlichen ,krassen Egoismus’, der einen Erwachsenen gleich welcher Willensrichtung lebensunfähig machen würde.

     Für die Astrologen, die das Geburtsbild der äqualen Einteilung2) aufstellen, ändert sich durch diese Darstellung nichts an der Errechnung des Geburtsbildes. Die mathematischen Spekulationen, die den anderen, inäqualen Einteilungen zugrundeliegen, haben mit der tatsächlichen Gliederung der geistigen und seelischen Aura des Menschen, seines Strahlkörpers nichts zu tun. Es bestehen zwar genaue Entsprechungen - Gleichläufe und Resonanzerscheinungen - zwischen dem sinnenhaften, astronomisch erfaßbaren und übersinnlichen Kosmos einerseits und dem Mikrokosmos des Menschen andererseits. Diese rechtfertigen eine Übertragung des errechenbaren äußeren Ostpunktes (des aufsteigenden Grades eines Tierkreiszeichens und der Planetenstellungen) in der äußeren Welt auf den nicht errechenbaren Strahlkörper. Weiter geht aber die Entsprechung nicht, wie ja die ganze Astrologie mit der Astronomie nur soviel gemeinsam hat, daß man trotz einigen Berührungspunkten von getrennten, wesensmäßig völlig verschiedenen Bereichen sprechen muß. Die Astronomie befaßt sich mit den Verhältnissen des materiellen Weltalls, die nur teilweise den Verhältnissen des übersinnlichen Weltalls entsprechen, mit denen sich die Astrologie befaßt. Es gibt hier so wenig eine gemeinsame Methode wie zwischen Anatomie und Psychologie.

     Im Augenblick der ersten selbständigen Handlung des neugeborenen Wesens - auch die höheren Tiere haben ein menschenähnliches Bewußtseinsbild - im Augenblick des ersten Atemzuges, des ersten Schreies (nicht der Unterbindung der Nabelschnur!) prägen sich die Verhältnisse des äußeren Kosmos in den Strahlkörper ein, soweit er eben dafür resonanzfähig ist. Er beginnt mit diesen Prägungen sein selbständiges Leben, ohne freilich jemals die Verbindung mit dem Gesamtkosmos zu verlieren. (Wirkung der Progressionen und Transite.)

     Was ist nun der ,Tierkreis’ im Geburtsbild? Er ist das Kraftfeld der - zunächst übersinnlichen - Außenwelt, der äußeren Astralwelt, mit der es der Eigner des Geburtsbildes zu tun hat. Je nach seinen Verbindungen mit den Häusern und den Planetenstellungen zeigt der Tierkreis die Einwirkung der Außenwelt auf den Menschen und die Einwirkung des Menschen auf die Außenwelt.

     Was sind die Häuser? Sie zeigen die Innenwelt des Menschen, zeigen aber nur das tagesbewußte Seelenleben und die daraus entspringenden Handlungen: es sind Tagesbewußtseinsfelder. Sie kennzeichnen durch ihre Verbindungen mit den Tierkreiszeichen und Planeten die Art und Stärke des Fühlens, Denkens und Handelns auf allen Lebensgebieten. Die Art und Arbeitsweise des Tagesbewußtseins wird also durch die astrale Außenwelt des Geburtsaugenblicks bestimmt. (Art und Arbeitsweise des Unterbewußtseins werden durch den physischen Körper - Erbanlagen - bestimmt, die durch die Mondstellung und die Stellung des Nadirs - siehe später - astrologisch erfaßbar sind.)

     Beide Bestimmungen entsprechen aber dem freien Willen des sich verkörpernden Geistwesens. Sie sind von der Geistwelt her frei gewählt. - Art und Tiefe des Welt-Erlebens (Bewußtseinsfelder) sind also für die jeweilige Verkörperung weitgehend festgelegt. Wie der Mensch aber seine Erlebnisse wertet, wie weit er seine Möglichkeiten ausschöpft, welche Folgerungen er für sein inneres, geistiges Leben aus seinem ,Lebensschicksal’ zieht, das ist auch in der tagesbewußten, weitgehend festgelegten Sphäre noch seiner freien Entscheidung überlassen.

     Was sind die Planeten - mit Sonne und Mond - im Geburtsbild? Es sind Kraftzentren der Astralwelt, die auf das ganze verkörperte Wesen wirken. Sie wirken auch auf den physischen Körper - den das Geburtsbild unmittelbar nicht zeigt - auf die für sie resonanzfähigen Zellverbände und Organe, auf dem Umweg über die ,Chakras’ (Strahlzentren) des Ätherkörpers, die den Planeten entsprechen.

    

    

     Die zwölf Felder der Tierkreises

     (Die Tierkreiszeichen)

    

     Der Tierkreis im Geburtsbild ist wie die inneren Felder (Häuser) eine Ausstrahlung unseres Höheren Selbst, des Geistwesens (über die Herzmitte). Er stellt unseren Anteil an der Welt dar. Deshalb steht er auch in Schwingungsbeziehung, Resonanz mit unserem materiellen Körper und den übersinnlichen Körpern. Die Entsprechung unseres Höheren Selbst in der Außenwelt ist die Sonne. Auch der Tierkreis am Himmel ist eine übersinnliche Ausstrahlung der Sonne. Die Sternbilder des Tierkreises entsprechen in ihrer übersinnlichen Ausstrahlung der Schwingungsart dieser Sonnenkraftfelder.

     Der Sonnenkraftstrom, der durch den äußeren Tierkreis und den Tierkreis des Geburtsbildes läuft, geht vom Sonnenkraftfeld selbst, vom Zeichen des Löwen aus und strömt nach links und rechts durch den ganzen Kreis zu seinem Ursprung zurück: als unterer und oberer Strom, die einander überlagern. Der linksdrehende, untere Strom (in der üblichen Zeichenfolge wandernd, von Löwe zu Jungfrau usw.) ist die Grundlage des organischen Lebens, des ,Niederen Selbst’. Der rechtsdrehende, obere Strom (gegen die übliche Zeichenfolge, von Löwe zu Krebs usw.) ist die Grundlage des geistigen Lebens, der geistigen Entwicklung zur Sonnenhelle. Dem entspricht das Wandern des Frühlingspunktes gegen die Folge der Zeichen, wodurch die Sonnenzeitalter (Fischzeitalter usw.) als Stufen der geistigen Welt-Entwicklung bestimmt werden.3)

     Die Johannes-Offenbarung spricht von sieben Siegeln: Prägungen, Entwicklungsstufen der Menschheit. Damit sind - als Sonnenzeitalter - die sieben Zeichen vom Löwen über Krebs, Zwillinge usw. bis Wassermann gemeint. Für die Einzelpersönlichkeit können aber sämtliche astrologischen Zeichen einer dieser Entwicklungsstufen angehören. In bezug auf die Einzelpersönlichkeit bedeuten die Zeichen - mit Ausnahme des Zeichens der Mondstellung - nur Charaktertypen. Die sieben Siegel, Entwicklungsstufen der Offenbarung weisen dagegen auf Reifegrade der geistigen Entwicklung hin. So kann auch die siebte Entwicklungsstufe, gleichnishaft bezogen auf das Zeichen und das Sonnenzeitalter Wassermann, für die Einzelpersönlichkeit in allen Sonnenzeitaltern und von allen Charaktertypen erreicht werden. - Wassermann in Opposition (siebtes Zeichen) zum Gotteszeichen Löwe, der Urheimat aller Kinder Gottes: Erwachen zur selbständigen göttlichen Persönlichkeit, Erkennen Gottes als DU; freie, gleichberechtigte Liebebeziehung zwischen Gott und seinen Kindern; polare Ergänzung und zugleich Einheit von ICH und DU nach dem Gleichnis der irdischen Ehe; UNIO MYSTICA - oder endgültige Absage und Lostrennung von der Urheimat.

     In der Johannes-Offenbarung sind für die sieben Entwicklungsstufen nur vier Zeichen zur Verdeutlichung des Geschehens genannt: Löwe, Stier, Mensch und Adler. Diese vier Zeichen umfassen und überschneiden alle sieben Entwicklungsstufen. Die Verbindung der Zahl Vier (irdisches Kreuz, Zwiespalt) mit der Vollzahl Sieben (geistige Vollendung) deutet auf die Schwere und Zwiespältigkeit des Entwicklungsweges. Dem Zeichen ,Löwe’ der Offenbarung entsprechen am meisten die astrologischen Zeichen Widder, Löwe und Schütze; dem Zeichen ,Stier’ die Zeichen Stier und Krebs; der Gestalt des ,Menschen’ die Zeichen Stier, Zwillinge, Krebs, Jungfrau und Steinbock; der Gestalt des fliegenden ,Adlers’ die Zeichen Löwe, Waage, Skorpion, Schütze, Wassermann, Fische.

     Das Zeichen Widder ist vom Ursprung des Tierkreises (Löwe) linksdrehend - der organischen Entwicklung folgend gezählt - das neunte Zeichen (Freiheit, freie Entwicklung der Persönlichkeit, Aufstieg aus dem unfreien Tierreich); rechtsdrehend, der geistigen Entwicklung folgend gezählt, das fünfte Zeichen (Selbstentfaltung zur polaren Ergänzung, zum siebten Feld, zum DU, und damit auch zu Gott hin). - Mit dem Zeichen Widder beginnt die eigentliche Menschenentwicklung: Organisch gesehen von der Materie über das Pflanzen- und Tierreich aufsteigend: aufrechter Gang des Menschen zum Unterschied vom Tierreich. Geistig gesehen vom noch unentwickelten Engelwesen her zum Selbstbewußtsein; einmalige, abgegrenzte Persönlichkeit zum Unterschied vom Engelwesen. Das Zeichen Widder ist also für den Menschen das erste Zeichen des Tierkreises, seines Kreislaufes als Mensch (Erhöhung, Aufrichtung der Sonne, des Selbstbewußtseins, der Selbständigkeit - aufrechter Gang).

    

    

     Erstes Tierkreiszeichen: Widder

    

     Neunte Stufe (freie Entwicklung) der organischen Entwicklungsreihe; fünfte Stufe (strahlende Entfaltung) der geistigen Entwicklungsreihe.

     Das Wesen des Zeichens ist Morgenlicht, Sonnenaufgang, Wehen des Frühwinds, Frühlingsbrausen, Aufbruch zur Freiheit, zur eigenen Persönlichkeit, Vorstoß in die Welt. Aus dieser Wesensart ergibt sich: Wille zur Eindeutigkeit (scharfe Lichter und harte Schatten bei Sonnenaufgang). Daher Neigung zu scharfen Kontrasten, zum Schroffen, Bestimmten, zum Befehl. Wille zur eigenen Persönlichkeit, daher Rücksichtslosigkeit. Wille nach vorwärts, daher Abscheu vor Zeitversäumnis, vor Umwegen, Neigung zu frontalem Angriff, zum Improvisieren. Kraft sich durchzusetzen, voranzukommen. Neigung zum schnellen Zerbrechen von Widerständen, von Veraltetem und Überlebtem (Frühlingssturm). Wille zur Neu-Einstellung, Neuformung (neuer Tag). Neigung, unbetretene Wege, Neuland zu erobern. Neigung zu ,Grenzüberschreitungen’ (Sonnenaufgang, Recht der eigenen Persönlichkeit). Neigung zum Abtun der Vergangenheit (Überwindung der Nacht). Begeisterungsfähigkeit, brausende Tatenlust (Frühlingssturm, Sonnenaufgang, neuer Tag), verbunden mit Sachlichkeit und Nüchternheit (Morgenkühle). Führungsbegabung für den Angriff, Durchschlagskraft, überzeugende Kraft der Persönlichkeit (siegendes Licht, Sonnenaufgang). Ungeduld, Reizbarkeit, Neigung zum Kämpfen und Erobern (Aufbruch zur Freiheit), rauh, ,primitiv’, geradlinig, einfach (Morgenfrühe).

    

    

     Zweites Tierkreiszeichen: Stier

    

     Zehnte Stufe (Gipfel, Höchststand) der organischen Entwicklung; vierte Stufe (Ruhestellung) der geistigen Entwicklung (Stille vor dem Sturm des Widders).

     Das Wesen des Zeichens ist: ,Maientag’, Jugend in der Zeit der ersten Liebe (Wassermann, Fische und Widder bezeichnen die Zeit der Pubertät. Blütezeit, Wonne, Innigkeit, geballte Kraft, Genuß, organische Lebensfülle, Seligkeit, Rausch. - Aus dieser Wesensart ergibt sich: Geduld, Zufriedenheit, Harmonie (Glück der Gipfelstellung des organischen Lebens) in den äußeren Schichten der Persönlichkeit, jedoch mit gefährlichen Spannungen im Untergrund (Stille vor dem Sturm in der geistigen Entwicklung). Im Irdischen ,selig blühend’, im Geistigen ,unerlöst’. (Das befreiende Erlebnis der fünften geistigen Stufe, des Widders, steht noch aus und kündigt sich durch ,unterirdisches Grollen’, durch unerwartete ,Erdbebenstöße’ an. Die gefährdete irdische Blütezeit, bei der insgeheim die Hauptentscheidung über die spätere Ernte fällt). - Liebreiz, Anmut, Genußliebe (Blütezeit, Ausruhen auf dem Gipfel). Neigung zu Leichtsinn (Tanz auf dem Vulkan), der früher oder später durch Erfahrung in Sicherungsbedürfnis übergeht (Flucht in materielle, feste, sichere und doch bewegliche Werte - fest als Sicherheit und beweglich wegen der ständigen Gefährdung vom ungeklärten geistigen Untergrund des Lebens her).

     Aus diesem Sicherheitsbedürfnis Anlehnung an die Tradition, an die gesicherte Vergangenheit, an gesicherte Grundsätze (Dogmen, Doktrinen, Ideologien, Prinzipien). Ausschöpfen des Augenblicks, der gegenwärtigen Lage (die Zukunft ist ungewiß). Gegenwartsmensch, reale Einstellung. Angst vor der Zukunft, vor dem Abstieg (Gipfelstellung des organischen Lebens), vor dem Alter, vor Krankheit und Tod. Die ewige Jugend des Geistes, die der Widderstufe bereits innere Gewißheit ist, leuchtet hier höchstens als ferne Ahnung.

    

    

     Drittes Tierkreiszeichen: Zwillinge

    

     Elfte Stufe der organischen Entwicklung (Rückwendung zum Ursprung, zur Ursprungsform, Reifezeit, Samenbildung). - Dritte Stufe der geistigen Entwicklung (Deutlichwerden der geistigen Eigenart, Sonderung aus der gestaltlosen Masse, Sichten der Umwelteinflüsse, Auswahl und Verknüpfen der Umweltbeziehungen, Verständnis für die Welt, für das ,Objekt’ und das ,Objektive’).

     Das Wesen des Zeichens ist: Ernüchterung, Sachlichwerden, Abkehr vom Überschwang, Alltag (Abstieg vom Gipfel der organischen Entwicklung, Reifezeit). Verständnis für alles (Auswahl der Umwelteinflüsse), Ausbreitung in die Umwelt, Vielfalt der Welt-Beziehungen, Weben und Verknüpfen der Umweltbeziehungen. - Aus dieser Wesensart ergibt sich: Aufmerksamkeit, Anpassungsfähigkeit, Beobachtungsgabe, Kombinationsgabe, Gewandtheit, Aufnahmebereitschaft, Lernbegierde, Wissensdurst. Hunger nach Umweltbeziehungen, nach Kräfteaustausch. Vielseitigkeit, Streben nach Allgemeinverständlichkeit, Überwinden von Abgrenzungen durch Verbindungen, Beziehungen. ,Brückenschlagen’, Suchen und Geben von Verständnis.

    

    

     Viertes Tierkreiszeichen: Krebs

    

     Zwölfte Stufe der organischen Entwicklung (Abgabe, Opferung der irdischen Kräfte an die Frucht, an den Samen, an die Kinder). - Zweite Stufe der geistigen Entwicklung (Zusammenballen, Verdichten, ,Verkörpern’ der geistigen Kräfte zur Fühlungnahme mit der Welt).

     Das Wesen des Zeichens ist: Rückgang, Verinnerlichung, Rückzug, Ruhestellung, Geborgenheit, Rückblick, Rückbindung. (Zwölfte Stufe: Endstellung, Aufhören der eigenen organischen Entwicklung.) - Verdichten der geistigen Kräfte, Bindung an die Materie. Erste Regungen eigenen Selbstbewußtseins im geistigen Tiefschlaf (unterste Entwicklungsstufen der Verkörperung in Materie, Pflanze, Tier und Mensch).

     Aus dieser Wesensart ergibt sich: Scheu, Verschlossenheit, seelische und körperliche Empfindlichkeit (Sensitivität, Anfälligkeit, Neigung zum Formloswerden seelisch und körperlich). Gemütstiefe, Sehnsucht nach Geborgenheit (Heimat), nach ,neuem Leben’, nach dem Ursprung des Lebens, nach dem ,Urlicht’ (Samen, Kinder, Urheimat, Geborgenheit: Löwenstufe). Deshalb religiöse Heimat- und Kinderliebe, Bindung an die Vergangenheit und an die Zukunft. Neigung zum Sammeln, zum Bergen und Geborgenwerden. Hängen an Erinnerungen und Zukunftsträumen. Sehnsucht nach Erlebnissen, Erfahrungen, nach Verstehen und Verstandenwerden (Zwillingsstufe).

    

    

     Fünftes Tierkreiszeichen: Löwe

    

     Erste Stufe der organischen Entwicklung (Ur-Atom, Ur-Zelle, Keimzelle, Samen, Kind, neues Leben). - Erste Stufe der geistigen Entwicklung (Engelwesen).

     Das Wesen des Zeichens ist: ,Zentralfeuer, ,Urlicht’. Ursprung, Quelle, Fülle des Lebens. Erfüllung, Einheit, Mittelpunkt, Beginn neuen Lebens. - Aus dieser Wesensart ergibt sich: Ursprünglichkeit, Ungebrochenheit, Selbstsicherheit, Lebensfülle. Großmut, Großzügigkeit, Gebefreude. Wille zur Einheit, zum Ganzen, zur Fülle des Lebendigen. Problemlosigkeit (alles ist selbstverständlich). Sorglosigkeit, Kindlichkeit, Sicherheit im Glauben und Vertrauen, Klarheit, Ehrlichkeit.

    

    

     Sechstes Tierkreiszeichen: Jungfrau

    

     Zweite Stufe der organischen Entwicklung (Zellteilung, Ballen, Zusammenbinden. Eingliedern der Einzelatome, Einzelzellen, Einzelmenschen, Bausteine, Elemente zu gegliederter Ordnung, zu Materie, Mehrzullern, zum Gesellschaftsaufbau). - Zwölfte Stufe der geistigen Entwicklung (Eingliedern, Ordnen der Geistpersönlichkeiten, die im Zeichen Waage zu Charaktergruppen zusammengefaßt wurden, in eine gegliederte Lebensgemeinschaft - Freiheit und Ordnung, ,Hierarchie’).

     Das Wesen des Zeichens ist: organischer Aufbau, organisch gewachsene Ordnung. Stellung im Gesamtleben, in der Gemeinschaft (Verschiedenheit des Wirkbereichs bei gleicher Würde und gleichen Lebensrechten). Antrieb zur Leistung, zur Arbeit, zum Dienst an der Gemeinschaft. - Aus dieser Wesensart ergibt sich: Sinn für organische Ordnung, für Gerechtigkeit in der Art: ,Jedem das Seine’, seiner Leistung entsprechend. Sinn für Struktur, Gliederung, Übersichtlichkeit, Unter- und Überordnung, für Mäßigung, Selbstbeherrschung (in dieser Art auch Erziehungsbegabung). Sinn für Besonnenheit, Sauberkeit, Klarheit, Leistung.

    

    

     Siebtes Tierkreiszeichen: Waage

    

     Dritte Stufe der organischen Entwicklung (Gruppenbildung innerhalb des Vielzellers. Abgegrenzte, einer eigenen Aufgabe dienende und doch miteinander verbundene, in lebendige Beziehung gesetzte, sich ergänzende Organe. Bildung von abgegrenzten, einander ergänzenden Berufsgruppen im Gesellschaftsaufbau). - Elfte Stufe der geistigen Entwicklung (Zusammenschluß der Geistpersönlichkeiten zu Charaktergruppen nach ihrer geistigen Verwandtschaft, deren Aufgabenbereiche sich ergänzen. Ende der geistigen Einzelentwicklung).

     Das Wesen des Zeichens ist: ,Sonnenuntergang’ (Trennung des Geistigen vom Irdischen). ,Abendlicht’ (Versöhnung der versöhnbaren, sich ergänzenden, polaren Gegensätze). ,Abendwind’ (Ruf zur Heimkehr in die Gemeinschaft). Abschied (vom Tage, von den zu Ende gelebten Entwicklungsstufen). Entspannung (Ende der Tagesarbeit). Friedensschluß und Friede (Ende des Kampfes zwischen Licht und Schatten). ,Ernte’ (Abend des Jahres, der Wachstums- und Reifezeit). Scheidung der Geister (Erntezeit, Trennung des Weizens und des Unkrauts von den zu Ende gehenden Entwicklungen. - Sensenschnitt. - Bündelung der fruchttragenden Garben und des Unkrautes. Trennung des Lebendigen (Weizenkörner) vom Abgestorbenen (Spreu). -Scheidung der Geister: Trennung des Verschiedenartigen, Verbindung des Zusammengehörigen. (Solve et coagula = löse und binde!).

     Aus dieser Wesensart ergibt sich: Sinn für Ausgewogenheit, Harmonie (welche Farben, Linien, Klänge, Persönlichkeiten, Geistesrichtungen passen zusammen, ergänzen, steigern sich oder schaffen einen quälenden Zwiespalt. Welche Lebensäußerungen sind gemeinschaftsfördernd oder störend, vernichtend. ,Geschmack’, ,Takt’). Besondere Empfindlichkeit für Störungen des Gleichgewichts, der Harmonie (Seismograph). Sinn für Ausgleich von Spannungen durch Diplomatie, Höflichkeit, entwaffnende Liebenswürdigkeit, als Schiedsrichter, als Friedensstifter. - Sinn für Trennung feindlicher, unversöhnbarer Gegensätze (Ehescheidung, Scheidung der Geister und der Geistesrichtungen) durch kämpferischen Einsatz, durch Härte, Unerbittlichkeit (Sensenschnitt, Dreschen). - Sinn für die schöpferische Bedeutung polarer Ergänzung (Gruppenbildung innerhalb der Gemeinschaft, Ehe, UNIO MYSTICA). - Sinn für Gerechtigkeit in der Art ,Löse und binde’. - Das Wesen des Zeichens Waage vereint also ausgleichende Art (Höflichkeit, Liebenswürdigkeit, Nachgiebigkeit, Sinn für Entspannung) mit Härte, Unerbittlichkeit (ausgleichende Gerechtigkeit, Karma).

    

    

     Achtes Tierkreiszeichen: Skorpion

    

     Vierte Stufe der organischen Entwicklung (Ruhestellung, Pause der organischen Entwicklung, Zersetzung und Ausscheidung des Abgebrauchten und Lebensfeindlichen. - Über die Organe der Zeugung und Empfängnis siehe später). - Zehnte Stufe der geistigen Entwicklung (Gipfelpunkt der geistigen Einzel-Entwicklung, der Weiter-Entfaltung des Geistbewußtseins nach dem geistigen Erwachen auf der Wassermannstufe).

     Das Wesen des Zeichens ist: ,Verwandlungsnacht’, ,Verwandlungskrise’ (Ausscheidung des Überlebten, Verbrauchten, Abgestorbenen irriger oder zu eng gewordener Begriffe. Das Anklammern an diese Hindernisse für den geistigen Fortschritt verursacht die ,Krise’. Auch jede schwere körperliche Krankheit ist ein Ausscheidungsvorgang). - Irdischer Tod, Mystischer Tod (das Todes-Urteil des Zeichens Waage - Richterzeichen, Karmazeichen, Zeichen des ,Schnitters’, des ,Sensenmanns’ - wird im Zeichen Skorpion vollzogen). Ausscheidung des Überlebten, Zersetzten, Verbrauchten oder Lebensunwürdigen aus dem Bereich des Körpers, des Bewußtseins oder der Gemeinschaft. Auch der ,Mystische Tod’ ist zum Teil ein Geschehen im irdischen Bewußtsein: Ausscheidung aller irrigen oder zu engen Vorstellungen. (Vorher gibt es kein geistiges Erwachen, an dem ja das irdische Bewußtsein teilnimmt). - Reinigung, Heiligung, Genesung, Klärung (durch Ausscheiden des Verbrauchten oder Wesensfremden). - Aufspaltung, Abbau, Zerstörung, Zersetzung (zur Beseitigung des Verbrauchten). - Verwandlung zur Freiheit (erst das von allem Verbrauchten und Wesensfremden gereinigte Wesen kann frei sein). - Gipfelpunkt und Ende der geistigen Einzel-Entwicklung (von hier an geistige Weiterentfaltung durch Ergänzungsbeziehungen - Waage - und durch den Dienst am Ganzen - Jungfrau). - ,Tiefe und Höhe’ (Vereinigung aller Extreme).

     Aus dieser Wesensart ergibt sich: Schöpferkraft im Sinne der Umwertung und Neugestaltung verbrauchter oder verzerrter Kulturgüter, Ideen, Geistesrichtungen. Begabung für Kritik (im Sinne der Zerstörung und Ausscheidung des Mißlungenen oder Verbrauchten). - Revolutionäre Einstellung (Zersetzung, Zerstörung des Bestehenden, des Abgebrauchten, und Neugestaltung). - Neigung zu extremen Umstellungen, zu Wendungen um 180 Grad (Wechsel von Zerstörung und Neuaufbau, von Zuneigung und Abneigung, von Gleichgültigkeit und brennender Anteilnahme). - Neigung zu vernichtender Satire, zu drastischen Maßnahmen, zu drakonischer Strenge (um das Zersetzte so schnell als möglich auszuscheiden). - Hohes Selbstbewußtsein (Gipfelstellung). - Wissen um die Weltgesetze. Erschütterung und Umbau des Selbstbewußtseins durch Du-Beziehung (Fortschritt zur Waage hin).

    

    

     Neuntes Tierkreiszeichen: Schütze

    

     Fünfte Stufe der organischen Entwicklung (strahlende Entfaltung, Kinderzeit des Körperwesens nach seiner körperlichen Geburt im Zeichen Skorpion). - Neunte Stufe der geistigen Entwicklung (freie Entfaltung, Weiterentwicklung des Geistbewußtseins im Einzelwesen bis zur Gipfelhöhe des Zeichens Skorpion).

     Das Wesen des Zeichens ist: Freiheit, Glaube, Vertrauen (Kinderzeit, ‚Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder...’). -Müheloses Wachstum (freie Entwicklung). - Freudiges Spiel. -Erweiterung des Horizonts (Aufstieg zum Gipfel). - Überwindung aller Begrenzungen (Gipfelnähe). - Fügung, Führung, Weite.

     Aus dieser Wesensart ergibt sich: Freimut, Lauterkeit, Ehrlichkeit, Ungezwungenheit, Freiheitsliebe. - Vertrauen zum Leben, zur göttlichen Führung des Lebens. - Vielfalt der Du-Beziehungen, Weite des Welt-Erlebens. - Beweglichkeit, Schwungkraft, Begeisterungsfähigkeit, verbunden mit Gelassenheit. - Weite Übersicht und deshalb Führungsbegabung im Sinne einer Entwicklung zu Freiheit und Selbständigkeit. Erziehungsbegabung durch besonderes Erfassen der organischen Entwicklungsgesetze. Zwanglose Führung. Einsicht in die Weltgesetze (Gipfelnähe). - Gerechtigkeit im Sinne der Forderung: Gleiche Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten für alle.

    

    

     Zehntes Tierkreiszeichen: Steinbock

    

     Sechste Stufe der organischen Entwicklung (Festigung des Stützgerüstes, Verholzung des Stammes und der Zweige. Verkalkung des Skeletts. - Festigung des ,Charakters’, Festlegung der Staatsgrundgesetze, der Verfassung). - Achte Stufe der geistigen Entwicklung (Verwandlungskrise nach dem geistigen Erwachen im Wassermann, Festlegung der geistigen Lebensgesetze, Durchbruch zur Freiheit der Schützestufe, Freiheit und Ordnung im geistigen Leben der Einzelpersönlichkeit).

     Das Wesen des Zeichens ist: Grundlage, Grundstein, Grundmauer, Pfeiler, Träger. - Grundgesetz, Konstitution, Richtlinie, Kodex, Leitidee, Programm. - Organisation, Tektonik, Statik. - Charakter, Typ, Norm, System, Schema.

     Aus dieser Wesensart ergibt sich: Streben nach Verfestigung, nach Grundwahrheiten, nach dem Allgemeingültigen, nach sicheren Grundlagen. - Herausarbeiten von Richtlinien, Programmpunkten, Leitideen. - Neigung zu Normen, Geboten und Verboten. - Suchen nach dem zugrundeliegenden System, nach tragenden Ideen, nach haltgebenden Grundsätzen; nach allgemeingültigen Regeln, nach allgemeinverbindlichen ethischen Normen; nach Begrenzung, Abgrenzung, Vereinfachung, einheitlicher Ausrichtung; nach Normierung und Normalisierung, nach Systemen ohne Lücke, nach Regeln ohne Ausnahme; nach zwingenden Beweisen, nach Einheitswerten, einheitlichen Bausteinen, Axiomen. - Neigung zur Bändigung der Vielfalt durch Regeln, Gesetze, Formeln, Gleichungen, zum Herauskristallisieren der zugrundeliegenden Gesetzmäßigkeiten. - Streben nach Kristallklarheit des Denkens und Fühlens, nach dem ,rechten’ Glauben, nach dem geraden Weg, nach dem rechten Geleise. - Gerechtigkeit im Sinne von Gesetzestreue, Pflichterfüllung, normalem Verhalten, Erfüllung der Durchschnittsleistung.

    

    

     Elftes Tierkreiszeichen: Wassermann

    

     Siebte Stufe der organischen Entwicklung (Wendepunkt der Entwicklung, Selbständigwerden, Herauswachsen der einmaligen Persönlichkeit aus dem Typus. Erfüllung des durch andere geprägten ,Charakters’ - ethische Erziehung - mit eigenpersönlichem Leben). - Siebte Stufe der geistigen Entwicklung (Wendepunkt. Geistiges Erwachen, Selbständigkeit des ICH. Erkennen des DU als Ergänzung des ICH. Vollendung und Untergang des ICH, Aufgang des DU, Wiedererstehen des ICH im DU (,DU BIST ICH UND ICH BIN DU’). UNIO MYSTICA.

     Das Wesen des Zeichens ist: ,Untergang und Aufgang’. - Selbständigkeit und Gemeinschaft. - Wiedergeburt, Untergang im Ursprung, Aufgang aus dem Ursprung. - ,Weisheit der Torheit’: das Absurde, Paradoxe. - Aufgeben und Wiedergewinnen (,Wer sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen’). - Sieg durch Niederlage, durch Wehrlosigkeit, Erobern durch Nachgeben, Umschließen durch Sich-öffnen. - ,Gesetz der Gesetzlosigkeit’ (scheinbare Willkür, Fall der irdischen Gesetze, Aufgang der geistigen Gesetze). - Das Unberechenbare, das Systemlose, das Unerwartete, der Zufall, das ,ganz Andere’.

     Aus dieser Wesensart ergibt sich: Sprunghaftes, scheinbar widersprüchliches, unberechenbares Verhalten (die Zeichen Wassermann, Fische und Widder gehören zur Pubertätszeit; Wassermann ist Beginn, Fische Hauptkrise, Widder Ausklang der Pubertät). - Neigung zu Verstößen gegen die herrschende Ordnung. Trotz, Unlenksamkeit, abstoßend und zugleich anziehend. - Neigung zu einem Zickzackkurs im Leben, jähes Ende und jäher Beginn von Gefühlsregungen, Liebe und Haß (,Haß-liebe’). - Verneinung und Bejahung, unberechenbare Absprünge, scheinbare Treulosigkeit (zugunsten einer höheren Treue zur geistigen Entwicklungslinie). - Neigung zu Verspieltheit, zu (scheinbarer) Planlosigkeit. (,Wer immer weiß, wohin er geht, der kommt nicht weit’). - Neigung, aus dem ,Einfall’, aus der Intuition heraus zu leben. Neigung zum ,Zufälligen’, zum Absurden und Grotesken, zum Paradoxen (Höhere Weisheit).

    

    

     Zwölftes Tierkreiszeichen: Fische

    

     Achte Stufe der organischen Entwicklung (Verwandlungskrise der ,sexuellen Revolution’, die Bi-Sexualität wird zur Mono-Sexualität. - Scheidung, Klärung, Reinigung zugunsten eines vorherrschenden Geschlechts. Das Zeichen Widder bezeichnet den Beginn des Mannes oder der Frau). - Sechste Stufe der geistigen Entwicklung (Festigung des Stützgerüstes. ,Strukturbildung’ des Geistwesens vor seinem Erwachen. Geistige Festigung und Gliederung. - Herausbilden der geistigen Gesetzmäßigkeiten durch Zerstörung - achte organische Stufe - der bisher geltenden irdischen Gesetze des geistigen Lebens. Zerstörung der ,Moral’ zugunsten eines höheren Ethos).

     Das Wesen des Zeichens ist: ,Chaos’ (im Irdischen). Unbegrenzte Möglichkeiten, Werden des Neuen, Schwelle der Wiedergeburt. - Wehrlosigkeit, Niederlage, Unglück, Torheit. - ,Enttäuschung’ (Zerstörung der nur vorläufigen irdischen Gesetze, des ,Trugs der Sinnenwelt’, der ,Maya’). - Das Zeichen Fische ist irdisch gesehen ein Feld des Unheils, geistig gesehen das Feld der ,Hoffnung’. Aber in beiden Bereichen ist Fische ,Frühlingsahnen’, ,Vorfrühling’, ,knospendes, keimendes Leben’ (irdisch zum Widder, geistig zum Wassermann hin: Erwachen als Geschlechtswesen, Erwachen als ewige Geistpersönlichkeit, in beiden Richtungen dem Frühling der Liebe entgegen).

     Aus dieser Wesensart ergibt sich: Unendliches Strömen von Gefühlen, Gedanken und Willensregungen. Lange träumerisch, unbeholfen, entschlußlos im äußeren Leben. - Scheu, Verwundbarkeit, Unsicherheit, Haltlosigkeit. - Abneigung gegen die Welt, Liebe zur Einsamkeit, Neigung zum Verzicht, zum Opfer. Gefühl der Heimatlosigkeit, der Weltfremdheit. Streben nach Unberührtheit, Reinheit, Heiligkeit. - Hilfsbereitschaft aus dem eigenen Erleben heraus und ,Bitte um Hilfe’. Herzbewegende Wehrlosigkeit. - Mitgefühl, Mitleid, innere Verbindung mit allem Lebendigen, mit dem Kosmos. - Unbegrenzte Erlebensmöglichkeiten der eigenen Seele. Wärmebedürfnis, Anlehnungsbedürfnis, Hunger nach Zärtlichkeit, nach Liebe wegen der biologisch und geistig bedingten Verwundbarkeit.

     Das Unglück des Zeichens stammt irdisch aus dem Festhallen-Wollen der biologisch unverbindlichen, ,geschlechtlosen’ oder geschlechtlich verantwortungslosen Kinderzeit, und geistig aus der Verklammerung an das Irdische, die hier gebrochen werden muß, um den geistigen Sonnenaufgang des Wassermanns, den ewigen Frühling des Geistes zu ermöglichen. Das Glück des Zeichens ist Wunschlosigkeit in bezug auf die Gegenwart, Hoffnung auf das große Morgen, ,Frühlingsahnung’ (irdisch und geistig). - ,Glück der Knospe’, der verhaltenen Erwartung. - Vor-Osterzeit, im Wesen Adventszeit, Verzicht auf das Niedere Ich, das im Wassermann vereint mit dem Höheren Ich wieder aufersteht (die Zerstörung der Selbst-Sucht, des Egoismus - Festhalten des Niederen Ich - muß dem vorangehen). Das Fischezeichen fordert das Tragen und Überwinden des (irdischen) Kreuzes, des Leidens, das aus dem Zwiespalt (Kreuzstellung, unvereinbarer Gegensatz, ,Quadrat’) zwischen der Richtung des Niederen Ich (waagrecht) und der Richtung des Höheren Ich (senkrecht) im irdischen Seelenleben entsteht.

    

     Die übliche Einteilung der Zeichen - Feuerzeichen usw., Kardinalzeichen usw., männliche und weibliche, positive und negative, elektrische und magnetische usw. wurde in der Schilderung der Zeichen nicht berücksichtigt, da sie großenteils nur eine vorläufige, typisierende Ordnung der Vielfalt bedeutet. ,Feuer’ (Widder, Löwe, Schütze) steht für ausströmende Willenskraft. - ,Luft’ (Zwillinge, Waage, Wassermann) steht für Ausdehnung in die Umwelt. - ,Wasser’ (Krebs, Skorpion, Fische) steht für strömende Gefühlswelt. - ,Erde’ (Stier, Jungfrau, Steinbock) steht für Haften am Irdischen.

     Kardinalzeichen (Widder, Krebs, Waage, Steinbock) weist auf Einschnitte, Wendepunkte der Entwicklung hin. - Festes oder fixes Zeichen (Stier, Löwe, Skorpion, Wassermann) auf gleichbleibende Strecken der Entwicklung. Gewöhnliches oder gemeinschaftliches Zeichen (Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische) auf lange Strecken der Entwicklung zu einem Wendepunkt hin. ,Männlich’, positiv, elektrisch (Widder, Zwillinge, Löwe, Waage, Schütze, Wassermann) bedeutet vorwärtsdringend, nach außen gewandt, extravertiert. - ,Weiblich’, negativ, magnetisch (Stier, Krebs, Jungfrau, Skorpion, Steinbock, Fische) bedeutet ,sich zurückziehend, nach innen gewandt, invertiert. - ,Tagzeichen’ sind die Zeichen der positiven, ,Nachtzeichen’ die Zeichen der negativen Reihe.

    

     Die organische, biologische Entwicklung des Einzelwesens und der Welt, die Entwicklung des Niederen Ich, beginnt im Zeichen Löwe (Ursprung, Zeugung, Geburt im irdisch-seelischen, irdischgeistigen und göttlich-geistigen Bereich). Sie geht über Jungfrau (Embryo im materiell-körperlichen Bereich), Waage (Fötus), Skorpion (zusammen mit Löwe, Jungfrau und Waage Zeugung, Schwangerschaft und Geburt im materiell-körperlichen Bereich) durch alle Zeichen bis zum Krebs (Zusammenfallen von ICH und DU - Widder und Waage - zur Konjunktion, zur völligen Lebensgemeinschaft, zur Familie) und zum Löwen (Werden neuen Lebens, zweite Generation). - Die Eltern durchlaufen im allgemeinen zum zweitenmal, zusammen mit ihren Kindern, den ganzen Zeichenkreis bis zum Krebs (Familiengründung der zweiten Generation) und wieder zum Löwen (Enkelkinder, dritte Generation). Von hier klingt im allgemeinen das Leben der ersten Generation über Jungfrau und Waage (Lebensabend, Lösung von der zu Ende gelebten Lebensstufe) im Todeszeichen Skorpion aus (Geburt in die nun rein übersinnliche Welt des Schützen: freie Weiterentwicklung bis zur neuen Verkörperung im Löwen).

     Die Zeitlänge eines vollen Kreises der organischen Entwicklung wird von Rasse, Klima und persönlicher Veranlagung mitbestimmt. Sie beträgt beim Menschen durchschnittlich 17 bis 30 Jahre. Dieser Lebenszyklus bestimmt die organische Entwicklung des Einzelwesens nur in großen Zügen. Die persönliche Veranlagung (Geburtsbild) und vor allem der Lauf von Sonne und Mond - und der Planeten bis zum Saturn - verbindet zahlreiche weitere Umläufe durch alle Zeichen mit dem Grundzyklus, so daß immer mehrere Zeichen an einer Lebensperiode beteiligt sind. Darüber geben das Geburtsbild, die Progressionen und Transite Auskunft.

     Die organische Entwicklung läuft linksdrehend (von Löwe zu Jungfrau usw.), die geistige Entwicklung rechtsdrehend (von Löwe zu Krebs usw.). Ein Zyklus der geistigen Welt-Entwicklung umfaßt etwa 24000 Jahre. Seit dem Schöpfungsbeginn, seit dem Beginn der Zeit, hat die Welt schon zahllose solche Zyklen - ebenso für die organische Entwicklung - durchlaufen, bis es zur heutigen Entwicklungshöhe kam. Die geistige Entwicklung des Einzelwesen ist astrologisch (abgesehen von der Entwicklungs-Reife) nur für die jeweilige Verkörperung zu bestimmen. Eine Stufe (ein Zeichen) kann mehrere Verkörperungen bis zu ihrer vollen Erfüllung beanspruchen. Es können aber auch sämtliche Stufen in einer einzigen Verkörperung durchlaufen und erfüllt werden. Die geistige Entwicklungshöhe des Einzelnen kann der Weltentwicklung weit voraus sein (Aufgabe als Führer), oder sie kann der Weltentwicklung nachschleppen. Ein großer Teil der Menschheit steht jetzt an der Schwelle des Wassermannzeichens, des geistigen Erwachens. Dies unabhängig vom Sonnenzeichen ihres Geburtsbildes, das nicht auf die geistige Entwicklungshöhe, sondern - ebenso wie der Aszendent - auf die Charaktergruppe hinweist, der sie angehören. Es haftet also dem Geburtsbild immer noch etwas Gruppenmäßiges an. Die einmalige Geistpersönlichkeit offenbart sich erst beim geistigen Erwachen und kann aus dem Geburtsbild nur andeutungsweise bestimmt werden. Das Geburtsbild spricht in erster Linie von der geistigen Entwicklungsaufgabe der jeweiligen Verkörperung sich selbst oder der Welt gegenüber.

    

    

     Beziehungen der Tierkreisfelder

     zum materiellen Menschenkörper

    

     In den übersinnlichen Welten, denen der Strahlkörper und damit auch das Geburtsbild mit der ganzen Astrologie angehören, gelten nicht die mechanischen Gesetze der mit den äußeren Sinnen erfaßbaren materiellen Welt, sondern Gesetze des seelischen und geistigen Zusammenhangs. (So widerspricht auch die räumliche Nähe oder Ferne zweier Menschen oft völlig ihrer seelischen und geistigen Nähe oder Ferne in den übersinnlichen Welten.) Im materiellen Körper sind aus mechanischen Gründen - den Gesetzen der Materie folgend - viele Organe und Zellgruppen anders gelagert und verbunden als in seinem Urbild, dem Tierkreisband. Sie sind einerseits verwickelt, ineinandergestülpt und andererseits auf viele Körperzonen verteilt. So entsprechen schon den drei Gruppen der embryonalen Entwicklung (Entoderm, Mesoderm und Ektoderm) nicht nur einzelne Tierkreiszeichen oder Zeichengruppen. Sämtliche Tierkreiszeichen sind an jeder dieser Gruppen beteiligt, wenn auch in verschiedener Rangordnung. Ebenso verhält es sich beim entwickelten Körper. Jedes Tierkreiszeichen ist an allen Organen und Zellverbänden beteiligt. Doch heben sich bestimmte Zeichen und Zeichengruppen heraus, die in besonderer Weise die Wesensart eines Organs oder einer Zellgruppe kennzeichnen:

    

     Stützgerüst (Knochen, Knorpel, Bindegewebe): Steinbock mit Stier und Jungfrau.

     Muskeln (längs- und quergestreifte): Widder und Waage mit Löwe, Schütze, Krebs und Steinbock.

     Gefäße: (Arterien, Venen, Lymphgefäße) und Nerven: Zwillinge und Schütze mit Krebs und Steinbock.

     Haut und hautartige Gebilde (Schleimhäute, Rippen- und Bauchfell, Hirnhaut, Sehnen, und Nervenscheiden usw.): Krebs und Steinbock mit Waage, Skorpion und Fische.

     Sehnen und Gelenke: Zwillinge und Schütze mit Steinbock.

     Blut: Löwe und Wassermann mit Widder, Waage, Schütze, Krebs und Jungfrau.

     Lymphe: Stier und Krebs.

     Nervenzentren (Gehirn, Rückenmark, Ganglienknoten, Nervengeflechte): Löwe und Wassermann mit Zwillinge und Schütze, Widder und Waage.

     Drüsen (mit Ausführungsgang und endokrine Drüsen): Stier und Skorpion mit Krebs, Löwe, Fische, Widder und Waage.

     Sinnesorgane: Zwillinge und Schütze (Augen mit Löwe und Wassermann - ausstrahlend, lichtgebend - und Krebs, Skorpion und Fische - lichtsuchend, Ohren mit Krebs, Skorpion, Steinbock und Fische. Geruchs- und Geschmacksorgane mit Stier, Jungfrau und Skorpion. Tast- und Wärmesinnesorgane mit Stier, Waage und Skorpion.)

     Haare: Zwillinge und Schütze mit Widder und Waage, Löwe und Wassermann, Stier und Skorpion.

    

    

     Einzelne Körperteile und Organe:

    

     Kopf als Ganzes: Widder mit allen übrigen Zeichen.

     Hals und Nacken: Stier mit Zwillinge, Skorpion, Schütze.

     Arme und Hände, Beine und Füße: Zwillinge und Schütze.

    

    

     (Innerhalb dieser Gliederung bestehen eigene, besonders eng verbundene Untergruppen:

    

     Kopf, Hände und Füße: Widder und Waage mit Löwe und Wassermann und allen übrigen Zeichen.

     Hals, Arme und Beine: Zwillinge und Schütze mit Stier, Steinbock und allen übrigen Zeichen.

     Kopf, Herz und Geschlechtsorgane: Löwe und Wassermann mit Skorpion und allen übrigen Zeichen.

     Kopf (Vorderschädel, Nase und Kinn), Penis und Clitoris: Widder mit Löwe.

     Kopf (Nase, Lippen, Zunge und Mundhöhle), männliche und weibliche Brust, Herz, Penis und Vagina: Löwe mit Stier und Skorpion, Waage und Wassermann.

     Kopf (als Ganzes), Herz, weibliche Brüste, Testes, Uterus und Ovarien: Löwe mit Skorpion und Wassermann).

    

    

     Rumpf als Ganzes: Krebs und Steinbock, Stier und Jungfrau mit allen übrigen Zeichen.

     Brust als Ganzes (mit Rücken bis zur Höhe des Zwerchfells): Löwe mit Krebs und Steinbock.

     Lungen: Zwillinge und Schütze, Waage, Skorpion, Fische.

     Herz: Löwe und Wassermann mit Widder, Krebs, Waage, Schütze, Steinbock und allen übrigen Zeichen.

     Zwerchfell: Waage mit Zwillinge und Schütze.

     Leber und Nieren: Waage mit Skorpion. (An der Leber sind außerdem Stier, Krebs, Jungfrau, Steinbock und Fische mit allen übrigen Zeichen beteiligt.)

     Bauch als Ganzes: Jungfrau mit Stier, Krebs und Waage, Skorpion und Fische.

     Lenden und Hüftgegend: Waage mit Zwillinge, Schütze und Steinbock.

     Magen und Zwölffingerdarm: Krebs mit Skorpion und Jungfrau, und alle übrigen Zeichen.

     Gedärme: Jungfrau mit Skorpion, Stier und Krebs, Widder und Waage.

     Ausscheidungs- und Geschlechtsorgane: Skorpion mit Stier, Löwe, Waage und Fische.

    

     (Diese Organe sind im physischen Körper aus materiellen Gründen miteinander verbunden. Der Uterus z. B. muß in der untersten Bauchhöhle liegen, wo er sich am gefahrlosesten ausdehnen kann, möglichst weit entfernt von den wichtigsten Lebenszentren und dennoch geschützt im Inneren des Leibes. Diese Notwendigkeit bedingt die Lage der übrigen Geschlechtsorgane im männlichen und weiblichen Körper, soweit sie mit Zeugung und Geburt unmittelbar in Zusammenhang stehen. Die weiblichen Brüste, die nicht dieser materiellen Notwendigkeit unterliegen, haben ihren Platz in der Nähe des Herzens behalten und gehören in erster Linie dem Löwezeichen an. Für das irdisch-seelische und irdisch-geistige Erleben gehören aber alle männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane zum Bereich der Herzmitte, zum Löwezeichen = neues Leben. Seelisch und geistig sind Eros und Sexus eine ursprüngliche Einheit, wenn sie auch im physischen Körper getrennt scheinen. Dementsprechend geht auch der Kräfteaustausch auf der geistigen Ebene - von dem das irdisch-sexuelle Erleben ein mehr oder minder reiner oder aber pervertierter, verzerrter Abglanz ist - von Herzmitte zu Herzmitte.)

    

    

     Die Häuser

    

     Während die Tierkreiszeichen und die Planeten mit ihrem geistigen Schwingungsanteil - geistige Entwicklung - dem Überbewußtsein (Geistselbstbewußtsein) und mit ihrem irdischen Anteil - organische Entwicklung - dem Unterbewußtsein des Menschen, seiner Körperseele und seinem Ätherkörper entsprechen, sind die Häuser Felder des Tagesbewußtseins. (Dieses Bewußtsein, dessen Ursprung und Kraftquelle die Herzmitte ist, hält die Mitte zwischen Überbewußtsein und Unterbewußtsein - Körperseele - und wird von beiden beeinflußt und bestimmt.)

     Die zwölf Häuser zeigen die verschiedenen Lebensgebiete des tagesbewußten Fühlens und Denkens, und die Taten und Ereignisse, die daraus entspringen. Die Häuser allein zeigen also nur: Was wird gefühlt, gedacht, getan, erlitten. Wie das geschieht, das prägen die Tierkreiszeichen und Planeten, die mit dem einzelnen Haus verbunden sind. (Wenn ein Teil eines Hauses, z.B. ein Drittel, in einem anderen Zeichen steht, wird dieses andere Zeichen mit demselben Anteil für die Prägung dieses Hauses berücksichtigt.)

     Von der Sphäre um den Mittelpunkt des Geburtsbildes, vom Bewußtseinszentrum, von der Herzmitte aus ergießt sich ein doppelter, sich nicht vermischender Strom: ein unterer, irdisch-seelischer, und ein oberer, irdisch-geistiger, und zwar nach links und rechts zum ersten und siebten Haus, zum Aszendenten und Deszendenten. Der untere Strom (Seelenäther, aus dem Feld des Unterbewußtseins stammend) fließt vom Aszendenten durch die Felder unterhalb der Horizontlinie hinüber zum Deszendenten und von dort zurück zur Herzmitte, sowie vom Deszendenten in umgekehrter Richtung über die unteren Felder zum Aszendenten und zurück zum Zentrum (beides gleichzeitig). - Der obere Strom (Geistäther aus dem Geistselbstbewußtseinsfeld, dem Überbewußtsein stammend) fließt ebenso vom Aszendenten und Deszendenten durch die oberen Felder, sich überkreuzend und jeweils über den Gegenpol zur Herzmitte zurückkehrend.4)

     Die unteren Felder sind also von der Ich-Seite (Aszendent) und von der Du-Seite (Deszendent) her mit irdisch-seelischen Schwingungen erfüllt (Verstand und irdisch-seelische, durch die materielle Welt bestimmte Gefühle). Die oberen Felder sind ebenso von der Ich- und Du-Seite her mit irdisch-geistigen Schwingungen erfüllt (Vernunft, ahnendes oder schauendes Erkennen, im Gegensatz zum logisch schließenden, berechnenden Verstand, und geistige, von der göttlichen Welt her bestimmte Gefühle, die man nur noch zusammenfassend mit dem Wort ,Freude’ bezeichnen kann - im Gegensatz zu ,Lust - Unlust’ in den unteren Feldern).

     Es geht also kein durchgehender Lebensstrom durch den ganzen Kreis der Häuser. Untere und obere Kreishälfte (in Wirklichkeit sind es Halb-Hohlkugeln) sind getrennt. Die Gestaltungen der unteren Felder spiegeln sich in den jeweils gegenüberliegenden Feldern (Häuser) der oberen Hälfte (z. B. die des zweiten im achten) und umgekehrt. Sie werden nach der Art der unteren oder oberen Kreishälfte aufgefaßt (Lust in den unteren Feldern kann in den oberen Feldern als Freude aufgefaßt werden und umgekehrt), beurteilt und verwertet. - Die endgültige Annahme oder Ablehnung der Gefühle und Gedanken, Ahnungen und Schauungen, nämlich als Erkenntnisse und Entschlüsse sind der freien Entscheidung in der Herzmitte, im Bewußtseinszentrum, im Gewissen vorbehalten, sofern noch ein solches besteht. Sonst bestimmt Lust oder Unlust in den unteren Feldern das ganze Verhalten.

     Der Wesensinhalt der Häuser entspricht weitgehend dem Wesensinhalt der gleichzahligen Tierkreiszeichen (z. B. zweites Haus gleich dem zweiten Tierkreiszeichen, Stier). Die organische und die geistige Entwicklungsbedeutung der Zeichen, die sich in ihnen überkreuzt, fällt aber in den Häusern zusammen, entsprechend der Mittelstellung des Tagesbewußtseins zwischen Geistigem und Irdischem. Sie zeigen nur die Summe, das Ergebnis der beiden Richtungen für das Tagesbewußtsein der jeweiligen Verkörperung.

     Ebenso wie zwei gegenüberliegende Tierkreiszeichen (z. B. Jungfrau = Aufbau des Niederen Ich, der irdischen Hülle, Fische = Zerstörung des Niederen Ich, Stier = Blütezeit, Skorpion = Absterben) ergänzen sich je zwei gegenüberliegende Häuser zu einer polaren Einheit (z.B. zweites Haus Kräfteballung, achtes Haus Kräfteausgabe. Soweit die oberen Häuser irdische Bedeutung haben, bedeuten sie Auflösung des Irdischen).

     Das erste und siebte Haus (deren Mitten der Aszendent und der Deszendent bilden) ist je nach seiner Prägung durch Zeichen und Planeten unmittelbarer Ausdruck des Bewußtseinszentrums, des bewußten Ich, der Herzmitte. Die beiden Häuser zeigen die Ich- und Du-Seite der verkörperten Persönlichkeit. Die übrigen Häuser mit ihrer Prägung durch Zeichen und Planeten ergänzen diesen unmittelbaren Ausdruck der Persönlichkeit zu einem Gesamtbild. Sie zeigen ihr Verhalten im Einzelnen auf den verschiedenen Lebensgebieten.

    

    

     Polaritäten der zwölf Häuser

    

     Erstes Haus: Aufgang des Ichbewußtseins, Bewußtwerden aller Eindrücke, soweit sie auf das eigene Ich bezogen werden. Art der Beweggründe (Motive), die zu Entschlüssen führen. Art des bewußten Welt-Erlebens, des Handelns und Erleidens. Art der Ideen, die das Ichbewußtsein bestimmen. Art der Welt-Erfassung, der Auffassung von der Welt, der Weltanschauung.

     Siebtes Haus: Untergang des Ichbewußtseins, Aufgang des Du-Bewußtseins. Bewußtwerden (Bewußtseinsschwelle) aller Eindrücke, soweit sie auf das Du bezogen werden. Art des Verhaltens zum Du, Vorstellung vom Du, Art der Wirkung auf das Du. (Unter den Begriff ,Du’ fallen alle Persönlichkeiten und Gemeinschaften, die noch als gegensätzlich zum Ich erlebt werden und den Charakter einer notwendigen Ergänzung besitzen: Gott als Ziel der Sehnsucht oder als Gegenpol, als Feind. - Welt als vom Ich getrennte Außenwelt. - Ehepartner, Teilhaber, Freunde oder Gegner von einschneidender, lebensbestimmender Bedeutung, soweit sie offene Auseinandersetzung, Ergänzung oder Gegnerschaft - siebtes Feld - bedeuten. ,Du’ ist also alles, was sich dem Ich freundlich oder feindlich gegenüberstellt und für kurze oder lange Zeit eine einschneidende Bedeutung besitzt).

    

     Zweites Haus: Kräftesammlung. Kräfteballung. Einnahme (Nahrung, Geld, Waren, Rohstoffe, Material, Unterlagen zur Bearbeitung). - Anhäufung von beweglichen materiellen Werten (ihre Bedeutung kann geistiger Art sein, z.B. Bücher, Kunstwerke). - Anreicherung, Bereicherung, Verdichten (Ballung von Werten). - Zur Verfügung sein, zur Verfügung halten, auf Lager haben (griffbereit).

     Achtes Haus: Kräfteausgabe, Kräfteverbrauch, Ausscheidung, Ausgabe, Herausgabe (Nahrung, Geld Waren). - Absetzen, Abstoßen, Verbrennen, Zersetzen, Zerstören, Abgeben (Steuern usw.). - Wertminderung, Verbrauch, Verschleiß, Abnützung. - Kraftverluste durch das Du und Kraftsteigerung des Du (sexuelle Kraftausgabe, Schwangerschaft, Geburt, Trennung vom eigenen Besitz.) - Prozeßverluste. (Der Wertzuwachs durch Erbschaft gehört dem zweiten Feld an.) - Verhältnis zum Sexuellen, zu Schwangerschaft und Geburten, Störungen, Hemmungen und Enthemmungen des sexuellen Lebens vom Bewußtsein her. - Dieser negativen Bedeutung des achten Hauses - wie aller oberen Häuser - für das Irdische (Umkehrung des zweiten Hauses) entspricht in demselben Maße eine Kräfteballung, Kräftesammlung, ein Wertzuwachs im geistigen Lehen. Ebenso entspricht der Ballung irdischer Kräfte im zweiten Haus eine Bindung von geistiger Kraft, eine Verlangsamung oder ein Stillstand der geistigen Entwicklung, der die Antwort des achten Hauses fordert.

    

 

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