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Teil 2

 

Drittes Haus: Ausbreitung in die Umwelt, Umweltbeziehungen. - Aufsuchen von Berührungspunkten mit der Umwelt, Beobachten und Verknüpfen von Einzelheiten, Ausarbeiten von Einzelheiten. - Feld der ,Elementarkenntnisse’ (Lesen, Schreiben, Rechnen als Anfangsgründe jeder Hand- und Geistesarbeit). - Feld der Vorkenntnisse (Mindestwissen auf allen Lebensgebieten. In diesem Sinne sind auch ,Elementarkenntnisse’ nur Vorkenntnisse, nicht Grundlagen. - Axiome = zehntes Haus.) - Feld der Bildung von Worten und Gedanken, der logischen, formal richtigen Gedankenverbindungen, des Verstandes. Feld des Verständnisses, der Aufnahmebereitschaft im Sinne des Verstandes. - Feld der ,Nähe’, der Nahziele, des Naheliegenden, Allgemeinverständlichen.

     Neuntes Haus: Ausbreitung in die Ferne, Beziehungen zur Ferne, zur großen Welt, zum Kosmos. - Zerreißen der Umweltbeziehungen. - Aufsuchen von großen, umfassenden Zusammenhängen. Auflösen der bloß logischen, bloß formal wahren Gedankenverbindungen. Vereinigung von ,wahren Tatsachen’, richtig beobachteten Einzelheiten (drittes Haus) zu einem geschlossenen, innerlich wahren Ganzen, von übergeordneten Gesichtspunkten aus. - Aufbau der Weltanschauung (die fertige Weltanschauung zeigt das erste Haus). - Feld des ahnenden oder schauenden Erkennens, der Inspiration, des ,Vernehmens’, des gläubigen Aufnehmens als wahr erkannter Weisungen (überbewußt). - Feld der Vernunft. - Feld der Aufnahmebereitschaft im Sinne des Glaubens und Vertrauens. - Feld der Fernziele, der Ferne, Weite und Weitung.

    

     Viertes Haus: Ruhestellung, Ausruhen, Tiefstand des Bewußtseins. - Sichern und Bergen. Sammeln, Aufbewahren im Sinne der Sicherstellung. - Feld des (bewußten) Gedächtnisses (unterbewußtes Gedächtnis = Krebs). - Feld der Sicherheit des Lebens, des festen, unbeweglichen Besitzes. - Verhältnis zum Heim, zur Heimat. - Einlagern von Vorräten als Sicherstellung (,Konservieren’). Verhältnis zu Vorräten im Sinne von Reserve, zu Sicherheitsmaßnahmen, in Sicherheit bringen. - Umfrieden (Zaun, Mauer, auch seelisch), zusammenhalten. - Feld des Traumes und der Wachträume, des bewußten Erlebens der Astralwelt, des astralen Heilsehens, der ,Trance’, der Dämmerzustände.

     Zehntes Haus: Gipfelstellung, Ringen um den Gipfel. - Höchste Anstrengung, höchste Bewußtseinshelle. - Feld des geistigen Hellsehens. - Herausstellen, hervorheben, sich aussetzen (sich exponieren). - Herabdrohen, einschüchtern, zwingen. - Aufsuchen von Grundlagen, Ringen um ,Axiome’, Aufstellen von Richtlinien, Programmen. - Feld der Leitideen, der ,ethischen Normen’. Feld des ethischen Überbaues (von der Niedrigkeit eines ,Moralkodex’ bis zur Höhe göttlich-geistig begründeter Entwicklungsgesetze). - Verhältnis zu Statuten, Verfassungen, Regeln, Gesetzen, Richtlinien, Programmen, Normen. (Die Bildung und Herrschaft von Dogmen, Doktrinen, Ideologien, Zwangsbegriffen, Zwangsideen, ,überwertigen’ und fixen Ideen, von Ismen jeder Art stammt aus Störungen des zehnten Hauses). - Feld der ,Würde’. Verhältnis zu Titeln, Auszeichnungen, Ehrenstellungen, zur Autorität, zur ,Ehre’. - Verhältnis zum Beruf. (Die ,Berufung’ und die Art des Berufs der Lebensleistung ist aus dem ersten Haus zusammen mit der Sonnenstellung und den übrigen Stellungen zu erkennen.)

    

     Fünftes Haus: Strahlende Entfaltung des Ichbewußtseins, der eigenen Persönlichkeit. - Hinwendung des ICH zum DU, ichbezogene, beim Niederen Ich egozentrische, besitzergreifende Liebe. (Beim Höheren Selbst fallen ich- und du-bezogene, sich verschenkende Liebe zusammen. Es gibt keinen Egoismus in den höheren Sphären: ,Du bist Ich und Ich bin Du’). - Vater-, Mutter-, Kindes-, Geschwister-, Freundes- und Geschlechterliebe, beim Niederen Ich im egozentrischen Sinne. (In der echten, nicht egozentrischen Geschlechterliebe schwingen auch die Vater-, Mutter-, Kindes- und Freundesliebe mit. Der Mann ist zugleich Freund und Vater, geistiger Führer und Kind der geliebten Frau, die Frau ist zugleich Freundin, Mutter und Kind des Mannes). - Ursprung der Gemeinschaft (fortschreitend zum vierten Haus - Strom vom Deszendenten von der Du-Seite her: Zusammenfallen von Ich und Du, Familie, und fortschreitend zum sechsten Haus - Strom von der Ichseite, vom Aszendenten her: Lebensleistung in der Gemeinschaft und für die Gemeinschaft).

     Elftes Haus: Strahlende Entfaltung des Du-Bewußtseins, der Ergänzungspersönlichkeit. - Hinwendung des Du zum Ich, Vorrang des Du vor dem Ich, du-bezogene, sich verschenkende Liebe. Geistige Liebe (auch innerhalb der irdischen Liebe). - Kameradschaft, Freundschaft als sich verschenkende Liebe (fortschreitend zum zehnten Haus, zum Gipfel der Erfüllung, zum Ziel des Ringens). - Zusammenfallen des ICH- und DU-Bewußtseins, UNIO MYSTICA - und fortschreitend zum zwölften Haus, zum Aufgeben jeden Anspruchs, jeder Forderung nach Lohn, Dank, Anerkennung, zum anspruchslosen Dienen für das Du.

    

     Sechstes Haus: Ichbezogenes Dienen, Dienst an und in der Gemeinschaft um Lohn, Dank, Anerkennung. - Art und Nutzen der eigenen Arbeit. der Lebensleistung. - Verhältnis zu Arbeitskameraden, zu Vorgesetzten und Untergebenen. - Einteilung der Arbeit, Lebensgestaltung. Einteilung des Alltags, des Umweltbereiches. ,Gewohnheiten’. - Feld der Ordnung, der Leistung.

     Zwölftes Haus: Du-bezogenes, anspruchsloses Dienen, uneigennützige Arbeit für das Du. - Lösung des Haftens am Irdischen: Feld der Einsamkeit, der Abgeschlossenheit, der Besinnung, Wunschlosigkeit, des Verzichtes. Verhältnis zu diesem Lebensbereich. - Auflösung der irdischen Ordnung und Einteilung (Kastenwesen, Vorrecht von Gesellschaftsklassen, Entwertung von Titeln, irdischen Ehren und Würden) - Auflösung des Niederen Ich. Überwindung des Irdischen, der ,Welt’, der irdischen (zwanghaften) Bindungen, Begrenzungen, Vorurteile. Fortschreitend zum elften Haus (sich verschenkende Liebe) und zum ersten Haus, zu seiner oberen, geistigen Hälfte, die uneigennütziges Handeln bedeutet. Die untere, irdische Hälfte des ersten Hauses bedeutet eigennütziges Handeln. (Beim siebten Haus bedeuten die untere Hälfte eigennützige - irdische - und die obere Hälfte uneigennützige, geistig bestimmte Du-Verbindungen).

    

     Die unteren Häuser - unterhalb der Aszendent-/Deszendentlinie - zeigen also das irdisch-seelische Leben (Verstand und irdische, materiegebundene Gefühle, Lust, Unlust, Genuß, Qual, Schmerz, Arger, Wut, Haften am Irdischen, Besitzliebe, eigennütziges Handeln, Denken und Fühlen, besitzergreifende Liebe).

     Die oberen Häuser (mit der oberen Hälfte der ersten und siebten Häuser) zeigen das irdisch-geistige Leben (jenseits von Worten und Gedanken). - Weltgeist-Welt. Geistwelt der verkörperten oder gestalthaften Wesen (im Gegensatz zur gestaltlosen göttlichen Geistwelt). - Vernunft, Inspiration und im Geistigen wurzelnde Gefühle; sich verschenkende Liebe, Glaube, Vertrauen, Freude, Seligkeit. (In den oberen Feldern auftretende, den Verwandlungskrisen entspringende Gefühle wie Leid, Trauer, Zorn, Verzweiflung sind Übergangsformen zu Freude und Seligkeit oder auch zum geistigen Tod).

     Die unteren Felder bedeuten ,Ergreifen des Irdischen’ (entwicklungsnotwendig), Verdichten, Binden des Geistigen. - Die oberen Felder bedeuten ,Loslassen, Verströmen des Irdischen’ (darum zeichnen sich auch in den oberen Feldern irdische Vorgänge ab, aber mit Auflösungsbedeutung). Sich-öffnen für das Geistige, Erleben und Gestalten des Geistigen.

     Die unteren und oberen Felder stehen in notwendiger Wechselbeziehung, sie ,rufen’ einander, sie ergänzen sich. Was unten erlebt, gedacht, gesprochen wird, spiegelt sich oben (im jeweils gegenüberliegenden Haus) und wird dort ,gewogen’, geprüft und geistig erlebt und gestaltet. Was oben erlebt und gestaltet wird (geistigen oder irdischen Quellen entstammend), spiegelt sich unten und erhält irdisch-faßbare Gestalt (Gedanken, Worte, Linien, Farbe, Töne. - Worte, Gedanken, Begriffe usw., ebenso die irdisch faßbaren Farben und Klänge gehören also ausschließlich dem unteren irdischen Bereich an).

    

    

     Die Zenit-/Nadir-Achse

    

     In den inäqualen Häusereinteilungen ist die Mittagsstellung der Sonne, der Zenit, die Spitze des zehnten Hauses, ihre Mitternachtsstellung, der Nadir (genau gegenüberliegend dem Zenit, in demselben Grad des Gegenzeichens) die Spitze des vierten Hauses. In der äqualen Einteilung, die ausschließlich vom Aszendenten bestimmt wird, haben die beiden Punkte nichts mit den Häusermitten zu tun. Sie brauchen auch nicht in das zehnte und vierte Haus zu fallen.

     Der Zenit bedeutet - im Gegensatz zum zehnten Haus, das die persönliche Anstrengung und Einstellung erkennen läßt - die objektive Stellung in der Welt, gekennzeichnet durch das Tierkreiszeichen und Haus, in denen er steht, und durch seine Planetenverbindungen. (Beachtet- oder Nicht-beachtet-werden, Aufstieg, Abstieg in der allgemeinen Geltung, Sturz, oft weitgehend unabhängig von der tatsächlichen, persönlichen Anstrengung und Einstellung). Der Nadir bedeutet die Herkunft, vor allem das körperliche und irdisch-seelische Erbgut, das ,Ahnenerbe’, erkennbar aus Tierkreiszeichen und Haus, in denen der Nadir steht, und aus seinen Planetenverbindungen. (Beispiele dafür siehe später.)

    

    

     Die Planetenkräfte

    

     Für das Geburtsbild sind auch Sonne und Mond den Planeten gleichgeordnet. Sie stehen als übersinnliche Kraftzentren in der Tierkreissphäre und um den sonnenhaften Mittelpunkt des Strahlkörpers, um die Herzmitte. Ebenso ist auch unsere Erde in der übersinnlichen Welt der Sitz des bewußten Ich für den ganzen Kosmos; die Herzmitte, die Ebene der Entscheidung, auf der alle Wesen des Kosmos ihre endgültige Entscheidung für oder wider das göttliche Licht fällen. (So wenig sich die Struktur und Tektonik unseres physischen Körpers mit seiner Ordnung in den übersinnlichen Welten deckt, so wenig stimmt die astronomisch erfaßbare Stellung der Erde und unseres Sonnensystems im Gesamtkosmos mit ihrer übersinnlichen, geistigen Bedeutung überein.)

     Die Planetenkräfte des Tierkreisbandes sind Kraftzentren auf allen übersinnlichen Ebenen der Welt, auf der gestalthaften irdisch-geistigen (dem Weltgeist unmittelbar zugehörig, Weltgeist-Welt, Ausstrom der gestaltlosen göttlich-geistigen Welt), auf der irdisch-seelischen (die neutrale, jenseits von Gut und Böse stehende, für alle offene Astralwelt oder Seelenwelt), und auf der materie-ordnenden Ätherwelt (Lebenswelt, Ebene des organischen Lebens von der Materie bis zum Menschen, ebenfalls weder gut noch böse, allen offenstehend).

     Im Mittelpunkt des Geburtsbildes, im Bewußtseinszentrum der verkörperten Persönlichkeit, in der Herzmitte, in der Herzgegend des physischen Körpers, schneiden sich sämtliche Ebenen der Welt und können als vielgliedrige Einheit erlebt werden. Mit Worten aussprechbar sind nur die Gebilde der irdisch-seelischen, der materieordnenden und der äußeren Welt. Mit Worten andeutbar (durch Vergleiche, Gleichnisse) sind die Gebilde der irdisch-geistigen und der göttlich-geistigen Welt (Welt der gestaltwerdenden und der gestaltenlosen Unendlichen Liebe).

     So ist auch das Wesen der einmaligen Geistpersönlichkeit astrologisch und überhaupt durch Gedanken und Worte nur andeutbar. Das Geburtsbild bestimmt mit Sicherheit nur die geistige Charaktergruppe, der die Persönlichkeit angehört, nicht das ganze Wesen der einmaligen Persönlichkeit selbst (,ICH BIN, DER ICH BIN’). Das möge man sich vor Augen halten, wenn im folgenden vom Ausdruck der Herzmitte und der Geistpersönlichkeit die Rede ist.

    

    

     DIE SONNE

    

     Ursprung, Lebensquelle für alle Ebenen der Welt. Ausdruck des Höheren Ich, der überbewußten Geistpersönlichkeit. (Aszendent und Deszendent sind Ausdruck der Herzmitte, der irdisch bewußten Geistpersönlichkeit.) Überbewußte Führung des Lebens, die der bewußten Führung des Lebens (Aszendent - Deszendent) übergeordnet ist. (Wenn die bewußte Führung des Lebens der überbewußten widerstreitet, setzen sich die Impulse der Sonnenstellung als ,Schicksalsereignisse’ durch.) - Geistige Charaktergruppe (nach dem Tierkreiszeichen, in dem die Sonne steht). Jede dieser zwölf Charaktergruppen hat zwölf Untergruppen, die durch das Tierkreiszeichen des Aszendenten bestimmt werden. Weitere Untergruppen ergeben sich durch die Stellung des Geburtsgebieters - siehe später - und durch die übrigen kennzeichnenden Stellungen des Geburtsbildes mit Ausnahme der Mondstellung, also insgesamt eine Millionenzahl. Weiter als bis zu solchen hochdifferenzierten Typen kommt die Astrologie nicht, aber unvergleichlich weiter als alle anderen Typenlehren. Jedoch selbst bei völlig gleichen Geburtsbildern, also bei der völlig gleichen geistigen Charaktergruppe steht noch dahinter die einmalige Geistpersönlichkeit).

     Geistige Lebensaufgabe (die in der Art des Aszendenten und der übrigen Stellungen erfüllt wird). Glanz, Macht im Sinne von ,Lebensfülle’. (Das Zeichen und Haus, in denen die Sonne steht, und die mit ihr durch Aspekte verbundenen Stellungen erhalten diese Kennzeichen.) - Hauptstütze des organischen Lebens. (Die Organgruppe des Zeichens, in dem die Sonne steht, bildet die Hauptstütze des körperlichen Lebens. Die Organgruppe des Aszendentenzeichens bildet die Hauptstütze der Tätigkeit des Tagesbewußtseins.)

     Die Stellung der Sonne in einem Tierkreiszeichen (über- und unterbewußte Ausstrahlung, Ausstrahlung in die Geistwelt und in die Astralwelt) und in einem Haus (tagesbewußte Ausstrahlung, Wirkung auf das Tagesbewußtsein der Persönlichkeit selbst und der Umwelt) bedeutet außerdem: ,Einsatz der Gesamtkräfte für...’, ,lebenswichtigste Belange...’, Kernpunkt des Lebens, Ausgangspunkt neuer Entwicklungen, Ursprung der schicksalsbestimmenden Ereignisse. Z.B. Sonne im Widder oder im ersten Haus: Einsatz der Gesamtkräfte für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit, für die Ausweitung und Steigerung des Ichbewußtseins, für die Lebensfülle der eigenen Weltanschauung, für die Macht der eigenen Persönlichkeit. - Lebenswichtige Belange: Vorstoß in die Welt. - Kernpunkt des Lebens: Das Niedere oder Höhere Ich. - Ausgangspunkt neuer Entwicklungen, Ursprung schicksalsbestimmender Ereignisse: Änderungen des Selbstbewußtseins, des Ichgefühls, Bewußtwerden bisher unter- oder überbewußter Vorgänge, Änderungen der Weltanschauung, Beeinträchtigung der persönlichen Handlungsfreiheit.

    

    

     DER MOND

    

     Ausdruck des Niederen Ich, Körperseele. Abglanz des Höheren Ich, der Entwicklungsreife der Geistseele. (Das Zeichen, in dem der Mond steht, gibt den einzigen Hinweis des Geburtsbildes auf die geistige Entwicklungsreife. Z.B. Mond in den Fischen: Die Geistpersönlichkeit steht auf der sechsten geistigen Entwicklungsstufe, der natürliche Mensch auf der Schwelle zum Geistmenschen. Alle anderen Stellungen des Geburtsbildes deuten nur auf die geistige Charaktergruppe, der die Persönlichkeit angehört. - Mond im Löwen kann allen Entwicklungsstufen angehören. - Irdischer Lebenswille. Formkraft des Werdenden, Wunschkraft. (Der unterbewußte oder bewußt gewordene Wunsch, fälschlich oft Wille genannt, ist der Abglanz des überbewußten göttlichen Willens. Der irdische Lebens-Wille, das Wunschleben, formt im Wesentlichen vom Unterbewußtsein her die sinnenhaft faßbaren und übersinnlichen Gebilde.) - Kraft der plastischen, irdisch-räumlichen Gestaltung, der Gestaltung des Materiellen. Kraft der materiellen Verkörperung. Mutterschoß des Werdenden auf der materiellen Ebene. Entwicklungsbasis für alle (,Mantel der Weltseele’). - Kollektives Unterbewußtsein, Gruppenseele, öffentliche Meinung, Fühlen und Denken der Masse, Massenpsyche.

     Die höher bewußten Schichten, der Menschenbereich des kollektiven Welt-Unterbewußtseins, der Astralwelt, sind seit dem Erdenleben Christi - Selbständigkeit des ICH - nicht mehr notwendig und deshalb in steigendem Maße entartet, entwicklungshemmend, lebensfeindlich, reif zur Zerstörung geworden. Ein Teil der Mondkräfte muß nun der selbstverantwortlichen Gestaltung dienen, der Mensch muß herausfinden aus allen kollektiven Gemeinschaften, die für ihn fühlen, denken und handeln, und muß selbständig, selbstverantwortlich werden. Sonst wird er zusammen mit den kollektiven Gemeinschaften untergehen.

     Phantasie, formbildende Kraft des Unterbewußtseins. - Geistige Lebensaufgabe im Alltag. Vorherrschende Gemütslage, ,Stimmung’ im Alltag. - Vorherrschende körperliche Verfassung. Das Zeichen des Mondes zeigt die Hauptstütze des vegetativen Lebens (Stoffwechsel, Aufbau und Abbau, zugleich die wichtigste Organgruppe während des Schlafes). Kraft des Schlafes und der Träume. (Um einschlafen zu können, muß die Mondkraft die Kraft des Tagesbewußtseins im Bewußtseinszentrum überwinden und zum Erlöschen bringen. ,Schlafschaltung’ des Körpers ist abgestelltes Tagesbewußtsein, Herrschaft der Mondkraft bei ,Nullstellung’ der Tagesbewußtseinskraft, die von der Herzmitte ausgeht. ,Traumschaltung’ des Körpers ist Herrschaft der Mondkraft bei Leerlaufstellung der Tagesbewußtseinskraft; das bedeutet passives Offenstehen des Tagesbewußtseins für die übersinnlichen Welten.)

     Die Mondstellung in Zeichen und Haus bedeutet außerdem: ,Besonders eindrucksfähig für...’, ,besonders formbar, bestimmbar durch....’, ,besonders empfänglich für...’. Z.B. Mond im Löwen oder im fünften Haus: Besonders eindrucksfähig, empfänglich für Macht, Glanz, Lebensfülle, Ursprünglichkeit usw. Besonders formbar, bestimmbar durch Kinder-, Vater-, Mutter-, Geschlechterliebe.

    

    

     MERKUR

    

     Beziehungskraft, Verbindungskraft, Denkkraft. - Kraft, sich in die Umwelt auszubreiten, sich zu verzweigen, zu verästeln, ein Netzwerk zu bilden, Einzelteile zu verknüpfen, Beziehungen, Verbindungen zu schaffen, ,Wege’, ,Straßen’, ,Leitungsnetze’ zu bilden. - Kraft der Beobachtung, des ,Bemerkens’, der Aufmerksamkeit. - Kraft der Verbindung von Buchstaben, Worten und Gedanken, von Tönen, Klängen, Melodien, von Punkten, Linien, Farben, Gestalten (ohne Rücksicht auf Wohlklang, Rhythmus, Harmonie - Venus - ohne Rücksicht auf den Sinn, die innere Zusammengehörigkeit, die innere Wahrheit - Jupiter - ohne Rücksicht auf Notwendigkeit, Wichtigkeit, Beständigkeit - Saturn). Kraft des Niederen Erkennens, Erkenntnisfähigkeit des Niederen Ich (Verstandeskraft), Begreifen, Erfassen, Verstehen der durch Zahl, Maß und Gewicht bestimmbaren materiellen Welt.

     Die Merkurstellung in Zeichen und Haus bedeutet außerdem: ,Besondere Denkfähigkeit, Verstandeskraft im Bereich...’, ,besondere Beobachtungsgabe für...’, ,besondere Fähigkeit, Verbindungen, Beziehungen zu schaffen auf dem Gebiet...’. Z.B. Merkur in der Jungfrau oder im sechsten Haus: Besondere Verstandeskraft für Einteilung, Ordnung, Organisation. Besondere Beobachtungsgabe für Arbeitsvorgänge, für Struktur. Besondere Aufmerksamkeit, Beobachtungsgabe für soziale Fragen, gerechte Einteilung, Bemessung. Besondere Fähigkeit, Verbindungen zu schaffen zwischen getrennten Wissensgebieten, sozialen Gruppen, Staaten usw.

    

    

     VENUS

    

     Einigungskraft, Bindungskraft im Sinne elastischer Bindungen. Gemeinschaftsbildende Kraft im Sinne der Gleichordnung (Sonne: gemeinschaftsbildende Kraft um einen Mittelpunkt herum, Saturn: gemeinschaftsbildende Kraft im Sinne schematischer Unter- und Überordnung, ,Hierarchie’). - Schönheit im Sinne von Ausgewogenheit, Liebreiz (Sonne: Schönheit im Sinne von Leuchtkraft, Lebensfülle). - Reiz, der Verlangen (Mond) und Begehren (Mars) weckt. - Wonne (Mond: Lust - Unlust, Sonne: Freude). Seligkeit (Wonne und Seligkeit gehören dem geistigen Anteil der Venuskraft an). - Genußliebe, Besitz-liebe (irdischer Anteil der Venuskraft). Harmonieempfinden (Zusammenpassen oder Nicht-Zusammenpassen).

     Die Venusstellung in Zeichen und Haus bedeutet außerdem: ,Besondere Einigungskraft für..., besondere ausgleichende Kraft in..., besonders reizvoll in..., besondere Wonne, Seligkeit durch..., besondere Genußliebe, Besitzliebe für..., besonderes Harmonieempfinden (Takt, Geschmack, Fähigkeit, Zusammenpassendes zu einen und Nichtzusammenpassendes zu trennen) in...’. - Z.B. Venus im Widder oder im ersten Haus: Besondere Einigungskraft für selbständige, kämpferische, eindeutige, schroffe Persönlichkeiten. Besondere gemeinschaftsbildende Kraft für einfache, rauhe, eben erst zu Einfluß gekommene Gesellschaftskreise. - Besondere ausgleichende Kraft in Streitigkeiten persönlichen Charakters, um persönliche Einflußbereiche. - Besonders reizvoll, anziehend, gewinnend in einfacher, rauher, soldatischer Umgebung. - Besondere Wonne, Seligkeit durch Selbstbehauptung, durch kämpferischen Einsatz, durch Vorstoß in die Welt. - Besonderes Harmonieempfinden in der Gestaltung der eigenen Persönlichkeit. - Besondere Fähigkeit, Ich-eigenes zu binden und Ich-fremdes abzustoßen. - Besonderen Genuß durch Eroberungen, besondere Liebe zu umkämpftem, vielbegehrtem und doch uneingeschränktem, eindeutigem Besitz. (Gefährliche Venusstellung.)

    

    

     MARS

    

     Schlagkraft, Stoßkraft, Kraft des Angriffs und der Verteidigung. Kraft des Begehrens, der leidenschaftlichen Anteilnahme. Tapferkeit, Mut. - Die Marsstellung in Zeichen und Haus bedeutet: ,Besondere Schlagkraft, Stoßkraft in..., besondere Angriffs- und Verteidigungskraft in..., besonderes Begehren nach..., besondere, leidenschaftliche Anteilnahme für..., mutiger, tapferer Einsatz für... oder gegen...’. Z.B. Mars in den Fischen oder im zwölften Haus: Besondere Schlagkraft, Stoßkraft in abgeschlossenen Gemeinschaften, in der Einsamkeit, in der Auflösung des Niederen Selbst, in gefährdeten, chaotischen, verzweifelten Lagen. - Besondere Angriffs- und Verteidigungskraft gegen Wirrköpfe, Quertreiber, Nutznießer des Chaos, gegen Intrigen. - Besonderes Begehren nach Reinigung, Heiligung, nach Auflösung der irdischen Verklammerungen, Hemmungen. Mutiger Einsatz für Schutzlose, Wehrlose, tapferer Einsatz trotz eigener Wehrlosigkeit. (Die Pervertierung dieser Stellung - Störenfried in abgeschlossenen Gemeinschaften, besondere Angriffskraft als Wühler, Quertreiber, besonderes Begehren nach Opfern, nach Rauben oder Beraubt-werden, nach Hemmungslosigkeit, geistiger und irdischer Selbstzerstörung, ,mutiger’ Einsatz gegen Einsame, Wehrlose, Feigheit, Grausamkeit, Brutalität - ergibt sich wie bei allen anderen Planetenstellungen erst durch das Bejahen disharmonischer Aspekte -siehe später.)

    

    

     JUPITER

    

     Führungs- und Entwicklungskraft, Kraft des Schützens und Hütens (Christusprinzip). - Kraft der mühelosen Ausdehnung, Entwicklung, Entfaltung, der Erweiterung in die Ferne. - Beziehungs-, Verbindungskraft im Sinne der inneren Wahrheit, für Fernes und Weitzerstreutes. - Gnade, Begabung, Talent (Genie, ganzheitliche Schöpferkraft gehört der Sonnenstellung an). - Kraft der Vernunft, des inneren Empfindens für die Wahrheit, vom Instinkt bis zum geistigen Schauen, überlogisch, logikfremd, aber nicht logik-feindlich (Ergänzung durch Merkur). - Kraft der Voraussicht, der weiten Übersicht über Raum und Zeit, der Zusammenschau, der Synthese (Merkur = Analyse. Merkur - Verstand - leistet für Jupiter - Vernunft - die Vor-Arbeit - Aufsuchen von Einzelheiten, Beobachtungen, Tatsachen - und die Nach-Arbeit - Bildung von Worten und Gedanken, logische Verbindung, Aussprechbar-, Mitteilbarmachen der über oder jenseits der Worte und Gedanken stehenden gestalthaften Vernunftgebilde, der Inspirationen Jupiters.

     Die Jupiterstellung in Zeichen und Haus bedeutet ,Führungs- und Entwicklungsbegabung für..., mühelose Ausdehnung, Vergrößerung, Erweiterung in..., besondere Verbindungskraft nach der inneren Wahrheit, für Fernes und Weitzerstreutes in..., gnädige Fügungen in..., besonders begabt für..., weite Übersicht, besondere Voraussicht in...’. - Z.B. Jupiter im Stier oder im zweiten Haus: Führungs- und Entwicklungsbegabung für Menschen der irdischen Blütezeit, für Jugendliche nach der Pubertät, in der irdischen Liebe. - Mühelose Ausdehnung, Vergrößerung, mühelose Fernbeziehungen im Bereich des beweglichen Besitzes, in Geldsachen, Wertsachen usw. - Besondere Verbindungskraft nach der inneren Wahrheit für Weitzerstreutes und Fernabliegendes im Bereich von Kulturblütezeit (Zusammenschau, Einsicht in die Entwicklungsgesetze). - Gnädige Fügungen, besondere Vernunft, weite Übersicht, Voraussicht in der Zeit zwischen Pubertät und Reife. - Begabung für das Zusammenballen von Kräften und Worten, für die Entwicklung und Führung von Kulturblütezeiten.

    

    

     SATURN

    

     Kraft des unwandelbaren Beharrens, der Treue. - Bindungskraft im Sinne beständiger, unverrückbarer Bindungen. Tragkraft, Wucht. - Die Saturnstellung in Zeichen und Haus bedeutet: ,Treue, Beharrlichkeit, Ausdauer in..., beständige Bindungen in..., besondere Tragkraft, Wucht in...’. Z.B. Saturn im Schützen oder neunten Haus: Treue, Beharrlichkeit, Ausdauer im Aufbau der Weltanschauung, in der religiösen Entwicklung, im Ausbau von Fernbeziehungen, in der Erziehung. - Treue zu Fernzielen, zur ständigen Erweiterung des geistigen Horizonts. - Besondere Tragkraft und Wucht, ausgeprägte ,Tektonik’, klares, gesichertes Gefüge der geistigen Schöpfungen, der Weltanschauung. - Besondere Tragkraft für die Last von Erziehung, Entwicklung, Führung. - Treue zum Weitzerstreuten (zu den in alle Welt verstreuten Kindern, Volks- und Glaubensgenossen, Wahrheiten, Erkenntnissen).

    

    

     URANUS

    

     Sprengkraft. Erkenntniskraft als Synthese von Merkur, Mars und Jupiter: Kraft der unmittelbaren Anschauung, der Erkenntnis des Ganzen, Erkenntnis des Ursprungs und des Ziels, der Gesamtentwicklung, der Nähe und Ferne, der Nahziele und Fernziele, durch Sprengen aller Grenzen von Zeit und Raum. - Kraft schlagartiger Entwicklungen, Kraft des Erschüttern, Aufrüttelns, Zersprengens. - Die Uranusstellung in Zeichen und Haus bedeuten: Neigung und Fähigkeit zum Erschüttern, Aufrütteln, Zersprengen von..., schlagartige Entwicklungen in..., Überraschungen, Katastrophen in... . Z.B. Uranus in der Waage oder im siebten Haus: Neigung zum Erschüttern, Aufrütteln, Zersprengen der Ehebindung, der Öffentlichkeit, der Teilhaberschaften, Bündnisse. Überraschende, schlagartige Entwicklungen, ,Erdbebenstöße’, Katastrophen in diesem Bereich.

    

    

     NEPTUN

    

     Erleuchtungs- und Erlösungskraft als Synthese von Merkur, Venus und Jupiter. Kraft der Versöhnung des Irdischen mit dem Ewigen. - Kraft verschlossener, vielseitiger, geheimnisvoll aufblühender Entwicklungen. Einigungskraft von Nähe und Ferne, Einigungskraft aller Ebenen der Welt mit der göttlichen Geistwelt. Kraft der Zusammenarbeit, der Ergänzung von Glaube und Wissen, von Verstand und Vernunft, von Beobachten und Schauen, von Religion, von Kunst und Wissenschaft. - Kraft der polaren Ergänzung von ICH und DU, von Mann und Frau, von Innenwelt und Außenwelt, von Höherem Ich und Niederem Ich, von Inhalt und Form. - Die Neptunstellung in Zeichen und Haus bedeutet: ‚Verschlossene, vielseitige, geheimnisvoll sich entfaltende, sich ausbreitende Entwicklung in..., Neigung zu umfassenden Synthesen, zu umfassende Zusammenschau, Zusammenarbeit, Ergänzung in..., Neigung zur Ausdehnung ins Grenzenlose, Weltumfassende in...’. - Z.B. Neptun in der Jungfrau oder im sechsten Haus: Vielseitige ungeahnte, weitreichende Berufsarbeit, vielseitige, geheime Beziehungen mit Arbeitskameraden, Vorgesetzten und Untergebenen. Geheimnisvoll tiefgreifende und weitreichende Ordnungsbestrebungen, Organisationspläne. Zusammenarbeit mit geheimnisvollen, vielseitigen, umfassend befähigten Persönlichkeiten, Kraft zur Zusammenschau und Einigung der verschiedenartigsten Arbeitsbereiche und Arbeitskameraden. - Vereinigung von Beobachten und Schauen im Bereich der Lebensordnungen (Völker, Rassen, Gattungen, Geistesrichtungen, Zeitalter). - Um fassende Zusammenschau als Aufzeigen der Entsprechungen und Ergänzungen zwischen allen Lebensstufen.

    

    

     PLUTO

    

     Verwandlungskraft. Verbindungs- und Trennkraft (Scheidung der Geister, der Ich-Du-Verbindungen) als Synthese von Venus, Mars und Jupiter. - Zerstörungskraft. Kraft zur Auflösung der innersten Zusammenhänge. Kraft des geistigen und irdischen Todes. Kraft der Einigung durch Trennung (vom Wesensfremden). Kraft der Entschleierung, der Auflösung von Geheimnissen (Ergänzungskraft Neptuns). Verklärungskraft (Reinigung, Klärung, Ausscheiden des Wesenfremden).

     Die Plutostellung in Zeichen und Haus bedeutet: ,Neigung zu Verwandlungen (durchgreifenden Wesensänderungen, radikalen Umstellungen) in..., besondere Verbindungs- und Trennkraft (Analyse und Synthese) in..., Neigung zur Zerstreuung, zur restlosen Auflösung in..., Neigung zur Selbstzerstörung in..., Neigung zum Entschleiern, Auflösen von Geheimnissen, Rätseln, bisher ungelösten Fragen in..., Neigung zum Verklären, zum Makellos-Sehen oder Makellos-Machen in...’. - Z.B. Pluto im Widder oder ersten Haus: Neigung zu durchgreifenden Wesensänderungen, radikalen Umstellungen, zu ,Schwenkungen um 180 Grad’ in der Art und Stärke des Selbstbewußtseins, des persönlichen Handelns, der Weltanschauung, des Auftretens, der Schrift, der Gangart. Besondere Verbindungs- und Trennkraft (unlösbare Verbindung, messerscharfe Scheidung) im eigenen Persönlichkeitsaufbau. Scheidung zwischen Ich-eigenem und Ich-fremdem, zwischen eigenen und fremden Machtbereichen. Kraft zur Auflösung (oder zum Aufzeigen, Deutlichmachen) der innersten Zusammenhänge im Persönlichkeitsaufbau. - Kraft zur restlosen Auflösung des Wesensfremden innerhalb der Persönlichkeit (für sich selbst und für andere). Neigung zur Selbstzerstörung durch (übertriebene) Selbstbehauptung, durch Streben nach der ,ganz eigenen’ Persönlichkeit (Ablehnung jeder Du-Verbindung). - Einigung durch Vernichtung des Wesenfremden innerhalb der eigenen Persönlichkeit. (Wenn verzerrt: Selbstverstümmelung körperlich, seelisch und geistig, oder Neigung zum Fanatismus innerhalb der eigenen Weltanschauung, Vernichtung von ,Andersgläubigen’, ,Abtrünnigen’, ,Ketzern’, ,Verrätern’.) Neigung zum Aufdecken von Geheimnissen der persönlichen Lebensführung, der persönlichen Einstellung, Weltanschauung (seiner selbst oder anderer).

    

    

     Die ,niederen’, sonnennahen Planeten (Mond, - Merkur, Venus, Mars mit Jupiter und Saturn) gehören dem Niederen Selbst, der irdischen und den Anfangsstufen der geistigen Entwicklung an. Die ,höheren’, sonnenfernen Planeten (Uranus, Neptun, Pluto, mit Jupiter und Saturn) gehören der höheren geistigen Entwicklung an. Sonnenferne, größte Entfernung vom Ursprung, besonders bedeutsam für das siebte, vom Ursprung am weitesten entfernte geistige Feld, Wendepunkt der Entwicklung, Wassermann: geistiges Erwachen, Wiedervereinigung mit dem Ursprung als DU.

     Die Hauptkraft der höheren Planeten ist Jupiter (Christusprinzip), dem jeweils zwei von den niederen Planeten zur Seite treten. Jupiter und Saturn bilden zusammen die Mitte zwischen niederem und höherem Leben und gehören beiden Bereichen an. Ohne Jupiter gibt es keine Entwicklung auf irgendeiner Lebensstufe, ohne Saturn keine Beständigkeit, keine Treue. Zugleich ist Saturn der ,Hüter der Schwelle’, der Richter über die geistige Reife. Nur wer den niederen Anteil des Saturn überwunden hat (irdisches Kreuz, Zwiespalt zwischen Niederem und Höherem Selbst, starre Bindungen, äußerste Verfestigung des Irdischen durch ,Stützgerüste’, durch Begriffe, irdische Gesetze, Systeme, Schemata) gelangt über den höheren Anteil des Saturn, über den Hüter der Schwelle zum oberen Bereich: über die Grundschwingung - Saturn - des Zeichens Wassermann zu Uranus (Oberschwingung im Wassermann), zum Zersprengen aller irdischen Verklammerungen, zur unmittelbaren Anschauung des Ganzen, zum geistigen Erwachen.

     Die Sonne (und alle Sonnen des Kosmos als innere Einheit), das Ganze, das Leben, ist Ursprung, Mittelpunkt und Ziel aller Planetenkräfte und gehört allen Lebensbereichen, allen Ebenen der Welt an. (Neben Uranus, Neptun und Pluto gibt es noch andere sonnenferne Planeten, die vor allem eine Synthese von Jupiter- und Saturnkraft darstellen und eine zusätzliche Hilfe für die geistige Entwicklung bedeuten.)

    

     Eigene Zeichen und Gegenzeichen (den eigenen Zeichen der Planeten gegenüberliegend. ,Vernichtung’ ist ein unzutreffender Ausdruck für Gegenzeichen). Zeichen der ,Erhöhung’ der Planeten und Zeichen des ,Falles’ (den Zeichen der Erhöhung gegenüberliegend):

     Der Stand eines Planeten in seinem eigenen Zeichen bedeutet reine, unvermischte Auswirkung der Planetenkraft (Gleichheit der Schwingung, der Gesamtschwingung, der Grundschwingung oder Oberschwingung des Tierkreiszeichens und des Planeten. In allen anderen Zeichen müssen sich die Planeten mit der andersartigen Schwingung des Zeichens auseinandersetzen und sich ihr anpassen, wie die Pflanze dem Erdreich, in dem sie wurzelt). -Gegenzeichen bedeutet ,kämpferische Selbstbehauptung’ in schwieriger Umgebung, schwierige Anpassung der Planetenkraft. - Erhöhung bedeutet: Gipfelstellung, Hochwuchs, Aufblühen, ehrenvolles Ringen, besondere Bewährung der Planetenkraft. - Fall bedeutet: Bindung, Einschränkung, Begrenzung der Planetenkraft. (Ort der Erhöhung usw. einer Planetenkraft sind die ganzen Zeichen, nicht nur bestimmte Grade dieses Zeichens.)

 

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