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Zwilling

 

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Zwilling

© creastro - 1994 - Ilona Picha-Höberth

"Du bist dir nur des einen Triebs bewusst,

oh lerne nie den andern kennen!

Zwei Seelen wohnen, ach in meiner Brust,

die eine will sich von der andern trennen."

Johann Wolfgang von Goethe

 

Das Zeichen der Zwillinge

Beweglich, wie die Luft, das Element, dem er zugeordnet ist, ist auch der Zwilling. Unruhig, wie Quecksilber, von einer manchmal schon fast nervösen Agilität ist er ständig unterwegs. Mal hier, mal dort, ohne sich zu verpflichten und ohne sich länger, als nötig auf Menschen und Situationen einzulassen. Und sollte man wirklich einmal auf einen Zwilling treffen, der ruhig auf einem Platz sitzt, darf man sich nicht täuschen: sein Geist und sein Verstand rotieren mit Sicherheit mit der Geschwindigkeit eines elektronischen Schaltkreises.

Alles scheint ihn zu interessieren. Er ist für kurze Zeit von allem und jedem fasziniert, bringt neue Ideen ein, tauscht Rezepte aus, unterhält sich übers Wetter, über die Weltwirtschaftslage oder das Ozonloch, hat die neuesten Filme schon gesehen, die Bestseller schon gelesen und noch bevor man sich auf eine Thema richtig eingestellt hat, ist er auch schon wieder verschwunden.

Wie ein Schmetterling, der ständig auf der Suche nach einer neuen schönen Blume ist, so ist auch der Zwilling scheinbar ständig auf der Suche. Aber offensichtlich gelangt er nie zu einem Bestimmungsort. Denn für ihn gilt mehr als für jeden anderen: "der Weg ist das Ziel."

So ist es auch nicht sehr fair, ihm den Vorwurf der Oberflächlichkeit und der Verantwortungslosigkeit zu machen. Seine Aufgabe ist es nun einmal, sich um den Austausch, um die Verbindung von Gegensätzen zu bemühen.

Wie es die Aufgabe der Alchimisten war, Elemente zu zerlegen und wieder zu verbinden, um die Stoffe verwandeln zu können, so dient auch der Informationsaustausch und die Wissbegier von Zwillingen oft als Grundlage völlig neuer Theorien.

Es ist ihnen ein Bedürfnis, eine Verständigung zwischen gegensätzlichen Ansichten herbeizuführen. Ob sie allerdings die Geduld haben, bis zur endgültigen Klärung einer Diskussion auch anwesend zu sein, darf bezweifelt werden. Für die Bewusstwerdung des Themas an sich, haben sie durch ihre originellen Ideen jedenfalls gesorgt.

Natürlich gibt es auch Zwillinge, die diesem klassischen Bild so gar nicht zu entsprechen scheinen. Hier sollte man sich aber nicht täuschen: Zwillinge sind sich oft selbst genug und daher in der Lage, jeglichen Dialog auch mit sich selbst zu führen. Daher sollte man bei einem ruhigen und schweigsam erscheinenden Zwilling nicht zwangsläufig davon ausgehen, dass er es auch ist. In seinem Inneren können sich wahre Wortgefechte abspielen, von denen die Außenwelt nicht einmal zu träumen wagt.

Zwillinge lernen schnell und meistens konnten sie schon lesen und schreiben, bevor sie in die Schule kamen.

Sprachlicher und schriftlicher Ausdruck ist ihre Stärke. Deswegen sind sie auch die geborenen Dolmetscher, Übersetzer und Journalisten. Manche Zwillingsgeborene können durchaus mit Worten fechten, wie mit einem Schwert.

Der Hintergrund dieser Begabung liegt allerdings darin, dass sich der Zwilling ganz einfach sicherer fühlt, wenn er die Dinge versteht, d.h. wenn er sie benennen kann. Und so ist Sprache für ihn weit mehr als ein Kommunikationsmedium; es ist der Schlüssel zur Welt. Lernen ist deshalb ein Thema, dass sich dem Zwilling ein Leben lang stellt. Er lernt wahrlich nicht für die Schule, sondern fürs Leben.

Für ihn ist es auch durchaus von Vorteil, zwei oder mehr Berufe zu wählen und sich nicht auf einen festzulegen. Er muss jede Art von Eintönigkeit vermeiden, das gilt in beruflicher Hinsicht genauso wie in privater. Ein Zwilling, der in seiner Beweglichkeit eingeschränkt ist, sei es geistig oder körperlich, wird das Gefühl haben, zu ersticken. Psychosomatische Erkrankungen, Asthma oder Bronchialleiden sind dann keine Seltenheit mehr.

Als intellektueller Typ wird der Zwilling oft für gefühlskalt oder herzlos gehalten. Wenn er in der Regel auch wenig über hat für Sentimentalitäten oder Gefühlsduseleien, so verfügt er aber doch über einen sehr hohen ethischen Anspruch. Er weicht gerne aus, wenn man versucht, ihn festzulegen, da er aber kein Schwindler ist, kann seine Art der Wahrheit eben manchmal sehr hart und verletzend sein.

Ein anderer Grund für diesen Vorwurf ist sicherlich darin zu finden, dass der Zwilling sich schneller als andere von negativen Erfahrungen - und mögen sie noch so schmerzhaft gewesen sein - erholt. Er ist nicht der Typ, der länger als unbedingt nötig, seine Wunden leckt und Mitleid kann er sowieso nicht leiden. Außerdem lassen seine Lebendigkeit und Neugier es gar nicht zu, sich allzu lange von der Welt fernzuhalten.

Dass allerdings nicht jeder in der Lage ist, sich wie Baron von Münchhausen am eigenen Haarschopf aus dem Sumpf zu ziehen, will der Zwilling oft nicht einsehen und so fehlt es ihm schon an Geduld und der Vorstellungskraft, das andere längere Erholungsphasen benötigen, als er selbst.

Die Kehrseite der Medaille ist hier, dass sein Intellekt, seine Schlagfertigkeit und sein Einfallsreichtum ihn oft daran hindern, sich kritisch mit sich selbst auseinander zusetzen und sich seinen Schattenseiten zu stellen. Kritik von außen und auch seiner eigenen inneren Stimme gegenüber ist er um Argumente nie verlegen Und so glaubt er, dass er jedes Problem aus der Welt schaffen kann, in dem er es versteht und intellektualisiert.

Zwillinge neigen oft dazu eine ihrer zwei Seelen einfach zu verdrängen. Sehr häufig bezieht sich das auf die intuitive, gefühlsmäßige Seite. Die Überbetonung von Ratio und Intellekt führt früher oder später zu Depressionen. Er weiß nicht mehr, wer er ist, ist er der Rationalist oder der Träumer? Ist er der Künstler, der Mystiker oder der Wissenschaftler?

Diese Überlegungen machen ihn zum großen Zweifler im Tierkreis und können seinen Geist mitunter so beschäftigen, dass er nach außen sogar äußerst introvertiert und zurückhaltend - wenn auch etwas zerstreut - wirkt.

Ein Zwilling sollte sich nicht fragen, bin ich dies oder jenes. Er wird in der Lage sein müssen, beides zu sein und sowohl seinen Gefühle als auch seinem Geist die gleiche Berechtigung einzuräumen.

Er muss lernen, beide Seiten als Realität anzuerkennen und seine Fähigkeit zur Vermittlung fremder Stoffe auf die eigene innerseelische Struktur anzuwenden. Dann wird es ihm gelingen, das ewige Kind im Tierkreis, der farbenfrohe, bunte Schmetterling zu bleiben, der alle verzaubert und dieser wurde nun einmal nicht als Nutztier geschaffen.Der Zwilling in der Partnerschaft:

Der Zwilling, der ja immer auf der Suche nach seiner verlorenen Seite, seiner Dual-Seele, ist, hegt eine tiefe Sehnsucht danach, diese in einer Partnerschaft auch zu finden. Er glaubt, wenn er einen Menschen findet, der ihn - und damit alle Persönlichkeiten, die in ihm stecken - liebt, kann er darüber lernen, sich selbst zu akzeptieren und zu lieben.

Dabei setzt er als Luftzeichen natürlich sehr hohe ethische Ansprüche an, die den grauen Alltag einer Beziehung nur schwerlich überdauern. Er will verstanden werden. Und damit verlangt er vom Partner schon mehr, als er sich selbst zu geben im Stande ist.

Der Zwilling braucht auch in der Beziehung einen ständigen Austausch, alles muss immer in Bewegung sein. Abwechslung ist für ihn so wichtig, wie die Luft zum Atmen. Die täglichen Gespräche dürfen sich bei ihm dabei nicht nur um Themen wie Heim und Herd drehen. Sonst könnte er bald die Befürchtung hegen, sein brillanter Geist müsse verkümmern, was für ihn die schlimmste aller Strafen bedeuten würde.

Man muss nun zwar nicht unbedingt ein Intellektueller sein, um mit einem Zwilling leben zu können, über einen beweglichen Geist, der in Lage ist, den ständigen Gedankensprüngen das Partners folgen zu können, sollte man allerdings schon verfügen. Es könnte sonst schon sein, dass der Zwillingspartner, mit dem man auf die Party gekommen ist, diese mit einem oder einer Anderen wieder verlässt.

Ein Zwilling ist immer mit Worten zu begeistern. Dies gilt auch im Gefühlsbereich. Wenn man einem Zwilling betören will, sollte man dies am besten durch einen Liebesbrief oder ein Gedicht versuchen.

Eine Beziehung, in der man sich nichts mehr zu sagen hat, in der die Gespräche versiegt sind, ist für einen Zwilling mit Sicherheit zu Ende. Vom trauten Zusammenschweigen - und mag es noch so romantisch sein - hält er nichts.

Zwillinge besitzen durchaus Sinn für Romantik. Allerdings halten sie nichts von emotionaler, dramatischer Schwere. Sie lieben die prickelnde Leichtigkeit von Champagner. Da sie aber Angst vor ihren eigenen seelischen Tiefen haben, fürchten sie sich natürlich auch vor den Abgründen der Leidenschaft in einer Beziehung. Es ist nicht so, dass sie die Emotionen des Partners nicht wahrnehmen, sie wollen und können sich aber nicht auf Dinge einlassen, die man nicht in Worte kleiden kann.

Eine Beziehung, die den ständigen Wechselbädern und Veränderungen, die ein Zwilling benötigt, jedoch standhält, wird dann aber auch eine Beziehung sein, die über dem Alltäglichen steht. Langeweile hat hier keinen Platz. Das Leben mit einem Zwilling bedeutet, himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt zu sein, alle Höhen und Tiefen annehmen zu lernen und, wenn man sich anstecken lässt: beflügelt zu sein und das Kind in sich selbst wieder zu entdecken.Zum Symbol des Merkur als Morgenstern:

In der Astrologie werden die Zeichen Zwillinge und Jungfrau von dem Planeten Merkur beherrscht.

Hermes, wie er in der griechischen Mythologie benannt wurde, war

ein unabhängiges, kluges Kind.

Am ersten Tag seines Lebens schon reifte er zum Knaben heran, bastelte sich aus einem Schildkrötenpanzer eine Laute, stahl durch eine List seinem Halbbruder Apollo eine Rinderherde und opferte zwei von ihnen, wie es der Brauch verlangte, den Göttern.

Sein Einfallsreichtum und seine Redegewandtheit überzeugten Zeus davon, ihm einen Platz im Olymp zu gewähren. Er war der Trickster. Er wurde zum Gott der Kaufleute, Händler und Reisenden aber auch der Wegelagerer und Diebe.

Als Götterbote mit geflügeltem Helm und geflügelten Sandalen, war es seine Aufgabe, den Willen der Götter den Menschen und die Bitten der Menschen den Göttern zu übermitteln.

Somit wurde er zur Brücke zwischen den Welten.

Zum Symbol des Merkur

Das Zeichen des Merkur besteht aus einem Halbkreis, einem Kreis und einem Kreuz. Seele, Geist und Körper oder Wille, Gefühl und Materie und somit die Grundelemente der menschlichen Existenz sollen so zu einer Einheit verbunden werden.

Der Zwillingsbereich und die Stellung des Planeten Merkur im individuellen Horoskop gibt Aufschluss darüber, in welchem Bereich und auf welche Art der Wunsch nach Kommunikation und Informationsaustausch besteht und wie die sprachlichen und intellektuellen Anlagen zum Ausdruck gebracht werden.

Persönliche Planeten im Zwillingsbereich entwickeln ihre Anlage auf eine sehr intellektuelle Art und Weise, die sich oft durch eine sprachliche oder literarische Begabung äußert.Zum Zwillings- oder Merkurprinzip ergeben sich analog folgende Zuordnungen:

 

Körperliche Ebene:

Arme, Hände, Finger, Schilddrüse, Luftröhre, Bronchien, Lungen, Sprach- und Hörorgane

 

Farben:

Gelb als Farbe des Luftelements, sowie alle hellen, luftigen Farben, wie Hellblau, Hellgrau etc.

 

Metalle, Mineralien, Edelsteine:

Quecksilber, Graphit, Goldtopas, Beryll, Tigerauge,

 

Wochentag:

Mittwoch (Mercredi - Tag der Mitte, Mittler = Merkur)

 

Heilpflanzen:

Holunder, Huflattich, Tausendgüldenkraut, Spitzwegerich, Lungenkraut

 

Tiere:

Affen, Wiesel, Papageien, Singvögel, Schmetterlinge, Hummeln

 

Berufe:

Journalist, Redakteur, Reporter, Übersetzer, Vertreter, Verkäufer, Briefträger, Showmaster, Kaberettist, Schriftsteller

 

Musikformen:

Leichte Unterhaltungsmusik, Schlager, Musical, Tanzmusik

 

Sportarten und Hobbys:

Radfahren, Wandern, Gymnastik, Lesen, Smalltalk

 

Mythen, Märchen und Geschichten:

Der Mythos von Gilgamesch, dem König von Uruk (Gilgamesch war der Erfinder der Keilschrift), der Mythos von Inanna der sumerischen Göttin, die Sage von Merlin dem Zauberer, das Märchen der Goldkinder, die biblische Geschichte von Kain und Abel

 

Tarotkarten:

Die Hohepriesterin

 

Berühmte Zwillingspersönlichkeiten:

Marilyn Monroe, Karl Valentin, Paul Gauguin, Bob Dylon, John F.Kennedy, Thomas Mann, Prince

 

 

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